LERNHILFEN FÖRDERUNG UND NACHHILFE FÜR SCHÜLER

Konsequente Förderung hilft bei LRS

Eine Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS) bei Kindern ist keine Krankheit.
  • Zur Überwindung einer Lese-/Rechtschreibschwäche bedarf es oft der Hilfe qualifizierter Pädagogen. Foto: LOS
Wenn junge Menschen Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben, suchen viele Eltern nach einer Erklärung. Manchmal entsteht dabei der Eindruck, dass es sich bei einer Lese-/Rechtschreibschwäche (LRS) um eine Krankheit handelt. Doch lese-/rechtschreibschwache Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind nicht krank.
Lesen und Schreiben sind wichtige Kulturtechniken, ebenso wie das Musizieren. Doch niemand käme auf die Idee, unmusikalische Menschen aufgrund ihrer mangelnden künstlerischen Begabung als „krank“ zu bezeichnen. Bei lese- und rechtschreibschwachen Menschen sieht das anders aus. Lesen und Schreiben eröffnet uns den Zugang zur Bildung – und damit Lebensperspektiven. Hat ein Kind außergewöhnliche Probleme mit dem Erlernen des Lesens und Schreibens, so wird dies von den Betroffenen, Kindern wie Eltern, als geradezu dramatisch empfunden – eben wie bei einer schweren Krankheit.
Unter dem Begriff Lese-/Rechtschreibschwäche oder auch Legasthenie verstehen Wissenschaftler wie Praktiker jedoch meist zusammenfassend Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und Schreibens. Für Eltern sind diese Schwierigkeiten nicht leicht zu erkennen.

Pädagogische Therapie
Meist zeigen sich bereits kurz nach der Einschulung die ersten Probleme: Häufig werden Buchstaben trotz intensiven Übens weiterhin verwechselt, die Lesegeschwindigkeit wird nicht besser und das Gelesene zusätzlich nicht verstanden.
Doch wie stark die Probleme tatsächlich sind, auf welcher Schule oder in welche Klasse der betroffene Schüler auch ist, eine pädagogische Therapie kann bei der Überwindung von LRS oder Legasthenie helfen. Es bedarf dazu eines dem Leistungsvermögen des jungen Menschen angepassten Unterrichts durch speziell für diese Aufgabe qualifizierte Pädagogen.
Denn lese-/rechtschreibschwache Menschen sind nicht krank: Sie überwinden bei konsequenter Förderung ihre Schwäche und erreichen auch den ihrer Neigung und Begabung entsprechenden schulischen und beruflichen Abschluss. Quelle: LOS
© Schwäbische Post 10.02.2016 18:50
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.