Anzahl der an COVID-19 erkrankten LEA-Bewohner auf 244 gestiegen

Außerdem teilt das Landratsamt Ostalbkreis mit, dass es eine Reihentestung im ASB Seniorenzentrum in Lindach gab. 

  • Foto: Oliver Giers

Aalen/Ellwangen. Am späten Samstagabend (11. April) teilt das Landratsamt Ostalbkreis mit, dass die Anzahl der an COVID-19 erkrankten Bewohnerinnen und Bewohner der Landeserstaufnahmestelle Ellwangen (LEA) deutlich gestiegen sind. Nachdem seit Montag, 6. April 2020, sämtliche Beschäftigte der Landeserstaufnahmestelle sowie alle Bewohnerinnen und Bewohner einen Corona-Abstrich erhalten haben, liegen nun weitere Laborergebnisse vor. Die Zahl der positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohner ist nach aktuellem Stand auf 244 gestiegen, so das Landratsamt. Die erkrankten Personen werden innerhalb der LEA in einem separaten Quarantäne-Bereich häuslich isoliert. Das Gesundheitsamt des Ostalbkreises wird in der kommenden Woche alle negativ getesteten Bewohner und Beschäftigten erneut auf das Coronavirus testen, um so festzustellen, welche Personen sich in den vergangenen Tagen zusätzlich infiziert haben, da von einer Inkubationszeit von rund 14 Tagen auszugehen ist.

Die leider sehr hohe Zahl der erkrankten Personen in der LEA bestätigen die getroffenen Maßnahmen des letzten Wochenendes. Nachdem bekannt wurde, dass sich mehrere Bewohner der LEA mit dem Coronavirus angesteckt hatten, hatte die Stadt Ellwangen auf Empfehlung des Ostalbkreises am vergangenen Sonntag, 5. April 2020, eine Ausgangs- und Kontaktsperre für die Bewohnerinnen und Bewohner der LEA angeordnet, deren Einhaltung seitdem durch Einsatzkräfte der Polizei überwacht wird. Landrat Klaus Pavel und Oberbürgermeister Michael Dambacher sprechen sich ausdrücklich für die Aufrechterhaltung der Ausgangs-und Kontaktsperre aus. „Aufgrund der sehr hohen Zahl an infizierten Personen in der LEA, wird die Ausgangs- und Kontaktsperre noch bis mindestens 19. April 2020 bestehen bleiben“, betont Landrat Klaus Pavel sowie der Ellwanger Oberbürgermeister Michael Dambacher. Ob nach der erneuten Testreihe weitere Maßnahmen notwendig sind, wird nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse von Regierungspräsidium, Ostalbkreis und Stadt entschieden. Landrat Klaus Pavel versichert „Wir werden alles Notwendige veranlassen, um die Bevölkerung zu schützen und Gesundheitsgefahren abzuwenden“.

Reihentestung im ASB Seniorenzentrum in Lindach

Am Samstag (11. April) wurden außerdem alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ASB Seniorenzentrums im Schwäbisch Gmünder Stadtteil Lindach auf das Coronavirus getestet. Anlass für die Reihentestung waren ein Todesfall und bereits bestätigte Infizierte. Insgesamt wurde von 50 Heimbewohnern sowie 43 Mitarbeitern ein Abstrich entnommen. Die Abstrichentnahme wurde vom DRK Kreisverband Aalen gemeinsam mit Herrn Dr. Andreas Strähle aus Unterkochen und Herrn Dr. Thomas Bopp aus Wasseralfingen durchgeführt. Da das ASB Seniorenzentrum bereits im Vorfeld alle notwendigen Vorkehrungen für die Testungen getroffen hatte, konnte die Reihentestung sehr zügig und reibungslos erfolgen. Die Heimleitung gibt am Sonntag eine Erklärung ab - lesen Sie hier nach. 
Der Ostalb-Landrat bedankt sich insbesondere beim DRK Kreisverband Aalen sowie bei den Ärzten Strähle und Bopp für deren rasche Bereitschaft und Unterstützung: „Es ist wieder einmal beeindruckend, mit welcher Selbstverständlichkeit die Ostalbkreis-Familie in diesen Tagen zusammenhält und einander unterstützt.“ Ein weiterer Dank gilt dem Malteser Hilfsdienst aus Aalen, der den Untersuchungstrupp mit der notwendigen Schutzausrüstung ausgestattet hat.

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© Schwäbische Post 11.04.2020 22:17
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