Hier schreibt der AWO-Ortsverein Aalen

AWO-Nachmittag für Augen, Ohren und Nase

  • Kräuterpädagogin Marianne Kähler
  • Riechprobe
  • Manuel Bernardt

Viel zu hören, zu riechen und zu sehen gab es beim AWO-Kaffeenachmittag. Manuel Bernardt, der talentierte Musiker, hatte sein Akkordeon mitgebracht und erfreute die Gäste mit einem Wunschkonzert auf dem Klavier und dem Akkordeon. Und die Zuhörerinnen und Zuhörer sangen textsicher die Lieder, die sie sich gewünscht hatten.

„Im schönsten Wiesengrunde“ führte nahtlos zum zweiten Programmpunkt des Nachmittags. Kräuterpädagogin Marianne Kähler erläuterte an vielen Beispielen den Wert der sogenannten „Unkräuter“. Das Gänseblümchen, Heilkraut des Jahres 2017, schmeckt gut im Salat, sieht hübsch aus und ist auch noch gesund. „Ein Hustentee aus den Blüten des Gänseblümchens schmeckt sogar Kindern!“ weiß die Expertin. Auch den Löwenzahn könne man von Kopf bis Fuß bzw. von der Blüte bis zur Wurzel essen. Die Blätter mit ihren Bitterstoffen seien vor allem im Frühjahr ein willkommener Lieferant von Vitaminen, die Blüten ein Hingucker im Salat und selbst die Wurzeln können man nutzen. Gemahlen ergeben sie einen magenfreundlichen Kaffee. Hier erinnerten sich viele Zuhörerinnen lebhaft an die Kriegstage, wo solche Ersatzstoffe sehr willkommen waren.

Als wahre „Wunderpflanze“ bezeichnete Kähler die Brennnessel. Die Blätter wirkten entwässernd, die vitaminreichen Samen seien eine leckere Ergänzung zum Müsli und eine äußere Anwendung der Blätter helfe nachweislich gegen Gicht und Rheuma. Die zähen Fasern des Stängels seien früher zur Herstellung von Stoff – Nessel – verwendet worden und zunehmend wieder im Kommen.

So wie auch die Rückbesinnung auf das alte Kräuterwissen im Kommen sei. Mit zahlreichen Geschmacks- und Geruchsproben unterstrich die Referentin, dass „für jede Krankheit ein Kräutlein gewachsen“ sei. Sie selbst sammle bei jeder Gelegenheit Wildkräuter für Tee und als Beigabe zu Salaten und Gemüse. „Die Blüten des Spitzwegerichs schmecken in Butter gebraten wie Champignons!“ schwärmte sie. Sie machte aber klar, dass sich gedüngte Wiesen nicht als Kräuterlieferanten eigneten.

 

Mit einem Geburtstagständchen und einem Geschenk gratulierte Ute Hommel Erna Steinacker zu einem besonderen Geburtstag. Sie bedankte sich bei der Jubilarin für zwanzig Jahre ehrenamtliche Tätigkeit, in denen sie Kuchen für die AWO gebacken habe.

© AWO-Ortsverein Aalen 29.09.2018 22:36
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