Hier schreibt der AWO-Ortsverein Aalen

AWO-Ortsverein konzentriert sich nach dem Kinderhaus-Trägerwechsel verstärkt auf die Seniorenbetreuung

 

Die gut besuchte Mitgliederversammlung des AWO-Ortsvereins  in der MTV-Vereinsgaststätte spiegelte den veränderten Aufgabenbereich nach dem Trägerwechsel im AWO-Kinderhaus wider.

Nachdem Gerda Böttger in Vertretung von Josef Mischko die Grüße des AWO-Kreisvorstandes übermittelt hatte, blickte die Vorsitzende Heidi Schroedter in ihrem Rechenschaftsbericht auf die vergangenen Ereignisse zurück.

 „Ich bin teils erleichtert, aber auch ein wenig traurig über den Trägerwechsel im Kinderhaus“ kommentierte sie die Veränderung. „Unsere finanziellen Sorgen bestehen nicht mehr, aber die Zusammenarbeit mit dem Kinderhaus, die uns in schweren Zeiten zusammengeschweißt hatte, vermisse ich ein wenig“. Sie wünschte der Leiterin Sylvia Gorus-Hocke und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kinderhauses alles Gute für die Zukunft.

 „Das AWO-Kinderhaus ist in Aalen ein Aushängeschild für vorbildliche Kinderbetreuung“ betonte sie.

 Der AWO-Ortsverein werde sich nun verstärkt der Seniorenbetreuung widmen.

 Ein wichtiger Service für die Senioren sei der im August letzten Jahres ins Leben gerufene Seniorenfahrdienst. 9 ehrenamtliche Fahrer/Fahrerinnen bringen monatlich mit 80 – 100 Fahrten die Fahrgäste zu ihrem gewünschten Ziel. Inzwischen nehmen 55 Fahrgäste diesen Service in Anspruch, der ihre Lebensqualität erhöht.

 Heidi Schroedter dankte den ehrenamtlichen Fahrern und Fahrerinnen für ihren wertvollen Einsatz.

  Weiter biete der Ortsverein den Senioren Kaffeenachmittage in der Begegnungsstätte Bürgerspital, einen Ortsvereinstag, die Nikolausfeier mit Ehrungen der Jubilare und den Seniorenfasching im DRK-Rettungszentrum an.

 Diese Veranstaltungen werden von Ute Hommel , verantwortlich für die Programmgestaltung, sowie von Gisela Dietenmaier, die für das leibliche Wohl sorgt, organisiert. Ute Hommel überrasche immer wieder die Gäste mit kreativen Ideen für ein abwechslungsreiches Programm.

 Sie organisiere auch die angebotenen Ausflüge. Besucht wurden die Nachbargemeinde Königsbronn und die Georg-Elser-Gedenkstätte. Eine Krippentour, beginnend in der Wallfahrtskirche Schönenberg in Ellwangen, fand ihren Abschluss in der Krippenwerkstatt von Josef Bauer in Wasseralfingen. Ein Ausflug zur ehemaligen Reichsstadt Nördlingen begeisterte die teilnehmende Gruppe.

 Die Geschäftsstellenleiterin Birgit Ulbert organisierte zwei Reisen zum Staatsbad Bad Brückenau, die von Lisa Hägele als Reiseleiterin begleitet wurden.

 Der AWO-Ortsverein beteilige sich jährlich mit einem Stand am Internationalen Fest. Das gute Wetter sorgte in diesem Jahr für einen zufriedenstellenden Umsatz.

 Weiter werden Wohlfahrtsmarken verkauft und donnerstags Altkleider gesammelt. Jeden Mittwoch gibt es im Bürgerspital die Möglichkeit, am AWO-Stammtisch zusammen mit anderen zu essen.

 Der AWO-Ortsverein bietet nach Bedarf Sozialberatungen an, die von Rechtsanwältin Senta D’Onofrio und ihrem Partner Rechtsanwalt Klaus Grimbacher durchgeführt werden.

 Für die Frauen vom Wohngebiet Rötenberg und auch aus der Kernstadt bietet die AWO einen Deutschkurs an, der gerne angenommen wird.

 Es gab zwei besondere Fahrten. Zum einen eine Informationsfahrt für AWO-Mitglieder nach Berlin, die von der SPD-Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier vermittelt wurde, zum anderen eine Fahrt nach Stuttgart zur Besichtigung einer barrierefreien Musterwohnung des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales. Die Fahrt erfolgte in Kooperation mit dem Kreisseniorenrat.

 Abschließend bedankte sich Heidi Schroedter bei allen ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen für ihre Mitarbeit. Ohne sie wären die vielseitigen Angebote nicht möglich.

 Die durchgeführten Wahlen brachten folgendes Ergebnis:

Einstimmig gewählt wurden Heidi Schroedter als Vorsitzende, Albrecht Schmid als Stellvertreter, Dr. Bernd Kohlhammer als Schriftführer, Gisela Dietenmaier, Senta D’Onofrio, Walter Gutbrod und Gudrun Schicketanz als BeisitzerInnen, sowie Manfred Lietzenmayer und Ursula Mutscheller als RevisorIn.

 Zum Abschluss der Mitgliederversammlung zeigte Rechtsanwältin Senta D’Onofrio in einem interessanten und beeindruckenden Vortrag die Wichtigkeit von vorsorgenden Regelungen für den Fall einer Geschäftsunfähigkeit auf. Ein Irrtum sei es, anzunehmen, dass der Ehepartner oder die Familie in einem solchen Fall automatisch als Vertreter bevollmächtigt sei, Entscheidungen zu treffen.

 Tritt eine Geschäftsunfähigkeit ohne Vorsorgeregelungen ein, würde ein Betreuer vom Betreuungsgericht eingesetzt, der über die Dinge entscheidet, die eine Betreuungsverfügung, eine Vorsorgevollmacht oder eine Patientenverfügung regeln würde.

 Eine Betreuungsverfügung richtet sich an das Betreuungsgericht und legt fest, welche Person für welche Aufgaben eingesetzt werden soll und welche Person dies auf keinen Fall sein soll. Durch eine Vorsorgevollmacht soll frühzeitig ein eigener Vertreter bestimmt werden für den Fall, dass man nicht mehr selbst bestimmen oder entscheiden kann. Die Patientenverfügung = Patientenwille ist eine Handlungsanweisung für medizinische Maßnahmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

© AWO-Ortsverein Aalen 01.10.2018 17:17
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