Neues vom Spion

Endgegner für KubAA

Etwas Schmunzeln musste der Spion an diesem Mittwochmorgen, als er am neuen Kulturbahnhof KubAA auf dem Aalener Stadtoval vorbeigelaufen ist. In Richtung der Unterführung der Düsseldorfer Straße kommt man über etwas mehr als zehn Treppenstufen hoch auf den Parkplatz in Richtung KubAA-Haupteingang. Die Musikschule dort ist weiter geöffnet. Was dem Spion zuerst auffiel, waren Schnee und Eis auf den Stufen. Was ihm als Zweites auffiel, war ein kleiner, einlaminierter Hinweiszettel am Fuße der Treppe: „Bitte Treppen nicht benutzen.“ Nun gut, auch wenn er als berufstätiger Spion jetzt keinen Zettel vor den kommunalen Gehweg an seinem Grundstück hängen darf („Diesen Gehweg in der Zeit zwischen 8.30 Uhr und 18.30 Uhr nicht benutzen“) mag das im Fall der Stadt rechtlich schon in Ordnung sein. Aber mal ehrlich: Jetzt schaffen sie es, für 26 Millionen Euro dieses Schmuckstück, das Aalens Kulturlandschaft weit über die Stadtgrenzen hinaus ziert, hinzustellen – aber 24 Stunden nach dem bislang ersten und einzigen Schneefall in diesem Winter vor gut zehn Treppenstufen kapitulieren …

© Schwäbische Post 04.12.2020 21:58
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Kommentare

Weber

"Endgegner"? Im Ernst???

Norbert Rehm

......also zehn Treppenstufen hoch auf den Parkplatz in Richtung KubAA-Haupteingang.
Entschuldigung für den wiederholt notwendigen Hinweis: Die Treppenstufen "hinauf" ist leider falsch. Offiziell ist dies die "Hinabtreppung" - auch zum Sitzen - z.B. bei öffentlichen Veranstaltungen. Und was heißt hier Parkplatz? Das ist der Veranstaltungsplatz "Nord" der Stadt Aalen. Parkplätze am Kuba gibt es für 1000 genehmigte Besucher insgesamt 6 (sechs). Die sind hinter dem Gebäude eingezeichnet. Allerdings - großer Fortschritt: 50 % der Parkplätze sind für Behinderte. Also 3 Parkplätze für die Mitarbeiter, die Besucher, die ..usw. Sie kennen ja sicher die großartigen Lobhudelei des Oberbürgermeisters. Was man nicht weiß ist, wie viele Parkplätze das Rote Kreuz für den großartigen Kindergarten angemietet oder kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen hat - für einen Kindergarten, dessen Kosten im Endeffekt von der Stadt bezahlt werden. Alles easy, beide Kirchen haben ja auch alles, auch die tollen Wohnungen mit bis zu bisher nachgewiesenen 13.50 €/qm Miete auf städtisch subventionierten Bauplätzen für eine tolle Leistung befunden.Und weil das Gerücht langsam zur Wahrheit zu verkommen droht: keine Sozialwohnungen - und weil die Kosten doch so hoch sind bemüht sich jetzt die städtische Wohnungsbaugesellschaft (AR-Vorsitzender ist der OB) darum, dass der verbotene Einzelhandel dort jetzt bei der Wohnungsbau doch als Ausnahme genehmigt wird. Alles doch sicher im Interesse unserer Bürger? Und der Spion bemüht jetzt so einen Zettel??? Bitte.
Norbert Rehm, AKTIVE BÜRGER, Stadtrat in Aalen und Fraktionsvorsitzender der Fraktion zur Durchsetzung des Informationsrechts.

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