Hier schreibt der Stadt-Seniorenrat Aalen

Große Resonanz auf Rollator-Training

Wer mit dem Rollator unterwegs ist, stößt im Alltag allzu oft auf Hindernisse. In Hofherrnweiler gaben jetzt etliche Experten Tipps im Umgang mit diesem Gerät. Die Agenda-Gruppe „Aalen barrierefrei“ und der Stadt-Seniorenrat freuten sich über die vielen Teilnehmer beim 3. Rollator-Training in Aalen.

Aalen-Hofherrnweiler. Karl Troßbach, Sprecher der Agenda-Gruppe „Aalen barrierefrei“ und Sigfried Staiger, Sprecher der Weststadtvereine, richteten Grußworte an die 22 Teilnehmer und dankte den Akteuren. Dies waren die Verkehrswacht der Polizei Aalen, Physiotherapeutin Maritta Böhme, das Sanitätshaus „Vitalhaus am Regenbaum“ sowie der OVA, die einen kostenlosen Bus mit dem Fahrer Herr Faber zur Verfügung gestellt hatte und einige Senioren-Begleiterinnen und Begleiter, die bei der Durchführung der Übungen den Ablauf unterstützten. Karl Trossbach dankte dem TSG-Hofherrnweiler für die Bereitstellung der Sporthalle.

Kerstin Abele erläuterte den Ablauf des Nachmittags: die Aufteilung der Teilnehmer in vier Gruppen ermöglichte es, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Informationen und Anleitungen zu den Rollatoren, zur Körperhaltung, zur Benutzung der Rollatoren an Hindernissen und beim Einsteigen in den Bus ohne lange Wartezeiten üben konnten.

Herr Meyer von der Verkehrswacht der Polizei Aalen bot einen interessanten Vortrag mit etlichen Tipps für Rollatornutzer als Verkehrsteilnehmer, z.B. dass bei Dunkelheit oder Nebel auf helle und reflektierende Kleidung geachtet werden sollte, die Sicherung von Taschen und Geldbeuteln und vieles andere mehr. Dem Vortrag folgten diverse Übungen im Parcours der Verkehrswacht: gehen über Stufen, Durchgang zwischen verengten Stellen und das Drehen mit Rollator auf kleinstem Raum, z.B. in einem Aufzug.

Herr Faber, Busfahrer des Unternehmens OVA, übte mit den Teilnehmern den Ein- und Ausstieg in den Bus mit ausgeklappter Rampe. Im Bus sollte der Rollator zusammengeklappt oder abgestellt und unverzüglich ein Sitzplatz eingenommen werden um Unfälle beim An- oder Kurvenfahren und Bremsen zu vermeiden. Fahrgäste die Hilfe beim Einstieg brauchen, sollten den großen, gut sichtbaren Knopf an der Außenseite des Busses (neben der mittleren Türe) drücken, er signalisiert dem Busfahrer, dass jemand beim Einsteigen Hilfe wünscht und der Fahrer kann dann die Rampe ausklappen.

Physiotherapeutin Maritta Böhme gab Hinweise zur Körperhaltung und dem Gehen mit dem Rollator, dies wurde in verschiedenen Varianten geübt. Die Mitarbeiter des Sanitätshauses „Vitalhaus am Regenbaum“ nahmen notwendige Einstellungen an den Rollatoren vor, bei fast jedem Teilnehmer war die Griffhöhe falsch eingestellt – was die Handhabung des Rollators erschwert - und beantworteten die Fragen der Senioren.

Nachdem alle Stationen bewältigt waren konnten sich die Teilnehmer bei Kaffee, Kuchen und Butterbrezeln stärken und erholen. Herr Dietrich, Vorsitzender des Stadt-Seniorenrates sprach die Schlussworte und dankte allen für die Teilnahme und das rege Interesse und bedankte sich bei der VR-Bank für die Unterstützung bei der Anmeldung.

Schließlich beförderte der kostenlose Sonderbus der OVA die Senioren an den Gmünder Torplatz und die Veranstalter bilanzierten: ihr ehrenamtlicher Einsatz hat sich gelohnt, die Teilnehmer waren zufrieden und es war wieder ein gelungener Nachmittag!

© Stadt-Seniorenrat Aalen 11.08.2016 16:43
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