Hier schreibt der Kreisjugendring Ostalb

Herbstversammlung des Kreisjugendring Ostalb e.V.

Am vergangenen Mittwochabend lud der Kreisjugendring Ostalb e.V. zur jährlichen Herbstversammlung ins Speratushaus nach Ellwangen ein.

Der erste Vorsitzende Michael Wagner leitete die gut besuchte Versammlung mit der Begrüßung aller Anwesenden ein. Sozialdezernent des Ostalbkreises Josef Rettenmaier bedankte sich bei den Vorstandsmitgliedern und der Geschäftsstelle für ihr Engagement. Zusätzlich lobte er die Arbeit der Vereine und Verbände, die er als „beste Tankstelle für soziale Kompetenz“ bezeichnete, was auch positive finanzielle Auswirkungen auf den Jugendhilfe Etat hat. Er bat die Mitgliedsorganisationen um die Unterstützung von Integrationsmaßnahmen, da die Zahl an unbegleiteten Flüchtlingen auch weiterhin ansteigen wird. Er betonte dabei, dass es nicht nur um den Erwerb der deutschen Sprache geht sondern vorrangig um die Integration von Kindern und Jugendlichen in Vereine und Verbände.

In Vertretung der Stadt Ellwangen, richtete Bernd Beckler seine Grußworte an die Mitglieder des Kreisjugendring Ostalb, der sich als Partner des Kreisjugendrings in Belangen der Jugendarbeit versteht.

Als Gastgeberin stellte die Bezirksjugendreferentin des Evangelischen Jugendwerks Aalen Hanna Fischer sich und das breitgefächerte Angebot ihres Verbandes vor.

Der Vorstand bedankte sich bei Germann Häußler von den Kleintierzüchtern für seine fünfmalige Teilnahme an Mitgliederversammlungen des Kreisjugendrings mit einem kleinen Geschenk.

Vorstandsmitglied Dietmar Bich stellte die geplante Budgeterhöhung vor, die von der Landkreisverwaltung für 2016 in Aussicht gestellt wurde. Der jährliche Zuschuss soll dabei von 100 000 Euro auf 115 000 Euro erhöht werden. Herr Rettenmaier meinte dazu, dass dies zu 99,9 Prozent gesichert sei.

Der Kreisjugendring Ostalb e.V. möchte mit den zusätzlichen Mitteln die traditionelle Sternfahrt für Kinder mit Behinderung aus dem Ostalbkreis mit 7500 Euro statt wie bisher 5000 Euro fördern. Auch die Zuschüsse für Jugendfreizeiten im Ostalbkreis sollen erhöht werden.

Vorbehaltlich der Zustimmung des Kreistags wurden die dafür notwendigen Richtlinienänderungen von den Mitgliedsorganisationen einstimmig beschlossen.

Nach dem Motto „Jugendarbeit ist MehrWert“ wies Bich auf die Unterstützung der Kampange des Landesjugendrings Baden- Württemberg hin. Der Kreisjugendring schließt sich der Forderung auf einen Zuschuss von Schulungen und Seminaren von 25 Euro pro Tag an und fordert einen weiteren Zuschuss von 50 Prozent für Zelte und Zeltmaterial. Bich appellierte an die Mitglieder, diese Forderung in ihre Verbände und Vereine mitzunehmen und bestenfalls abzukupfern.

An dritter Stelle auf der Tagesordnung stand das Dankeschön- Fest, welches in diesem Jahr aufgrund mangelnder Teilnehmerzahl leider nicht stattfinden konnte. Michael Wagner nahm dazu Anregungen und Kritikpunkte der Mitglieder entgegen und sicherte zu, sie in der Zukunft zu berücksichtigen.

Petra Ullrich vom Vorstand moderierte den Tagesordnungspunkt Infos und Anregungen aus den Mitgliedsorganisationen. Interessante Projekte und Angebote der einzelnen Vereine und Verbände wurden dabei vorgestellt.

Auch die neue Suchtbeauftrage des Ostalbkreises Prisca Hummel nutzte die Versammlung um sich vorzustellen und auf ihr Beratungsangebot aufmerksam zu machen. Gleichzeitig bekundete sie, dass der Kreisjugendring mit seinen Mitgliedsorganisationen ein wichtiger Präventionspartner für sie ist. Schließlich leisten Vereine und Verbände wichtige Arbeit im Hinblick auf Prävention, bei der Kinder und Jugendliche ihren Tank füllen können, um somit gar nicht erst in eine Sucht zu verfallen. Abschließend informierte sie über die neuesten erfreulichen Entwicklungen im Suchtverhalten. Demnach hat sich die Anzahl der 12 bis 17jährigen, die Rauchen, halbiert und auch der Konsum von Alkohol ist ebenfalls rückläufig.

Nach der Pause sprach der Vorsitzende vom württembergischen Fußballverband des Bezirks Kocher/ Rems, Jens- Peter Schuller, unter dem Titel „Willkommen im Verein“ stellte er Beispiele vor, wie sich Flüchtlinge in die Vereine integrieren lassen.

Im Anschluss an den Vortrag stellte die zweite Vorstandsvorsitzende Nadja Kiemel den Maßnahmenkalender 2016 des Kreisjugendring Ostalb vor. Für das kommende Jahr ist eine zweite Jugendkonferenz geplant, mit der Besonderheit, dass Jugendliche und junge Erwachsene bereits in der Planung und Organisation aktiv werden sollen, um daraus IHRE Konferenz zu machen. Ein erstes Planungstreffen fand bereits statt.

Rückblickend auf die letzte Vorstandsklausur wies Kiemel darauf hin, dass es aufgrund fehlender Kapazitäten im Vorstand, zu einigen Kürzungen kommen muss ohne, dass darunter die traditionellen Kinderzeltlager leiden müssen. Gleichzeitig betonte sie, dass der Kreisjugendring intensiv auf Vorstandssuche ist und bat die Anwesenden darum, diese Suche zu unterstützen.

Der Kreisjugendring plant auch für das kommende Jahr wieder am 09. Juni die traditionelle „Sternfahrt“ für Kinder mit Behinderung. Angeregt wurde, dass die Mitgliedsorganisationen bei Interesse gerne die Federführung für diesen Aktionstag übernehmen dürfen oder in Kooperation mit der Geschäftsstelle den Tag mitverantwortlich gestalten dürfen. Ebenso fortgeführt werden sollen die Freizeitbesuche der Politiker. Vereine und Verbände dürfen dazu ihre Freizeit nennen, die dann vom Landrat besucht werden soll. Schließlich wurde das vorgelegte Jahresprogramm einstimmig beschlossen.

Die Versammlung stimmte auch den Plänen für den nächsten Umbau in der vereinseigenen Jugendfreizeitstätte Zimmerbergmühle zu. Geplant ist ein zweiter Seminarraum mit direktem Treppenaufgang, um Tagungsgruppen einen angemessenen Standard zu gewähren.

© Kreisjugendring Ostalb 02.12.2015 10:06
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