Hier schreibt der Stadt-Seniorenrat Aalen

Netzwerk 60 Plus im Stadt-Seniorenrat Aalen e.V.

Mitteilungen des Aalener Netzwerks 60 Plus

Stand 11. November 2016

1. Termin Kaffeetreff

6. Dezember

2. Wo wir waren:

Bei schönem Herbstwetter besuchten wir am 27. Oktober im Pforzheimer Gasometer das weltgrößte Panorama "ROM 312“, das die Kapitale der Antike im Jahr 312 n.Chr. zeigt. Wegen des hohen Besucheraufkommens wurde die Ausstellung, seit 2014 in Pforzheim, bis weit in das Jahr 2017 verlängert. Auch wir waren von diesem Erlebnis überwältigt, Rom vor 1700 erleben zu können. Yadegar Asisi macht einfach Lust auf mehr. Anschließend ging es noch zum Schmuckmuseum, ein Muss in der Gold- und Silberstadt Pforzheim.

Am 17. November fuhren wir nach Nürnberg ins Germanische National Museum zur prächtigen Ausstellung über Kaiser „Karl IV“, die der Freistaat Bayern und die Tschechische Republik als gemeinsame Landesausstellung ausgerichtet hatten.Karl IV gehört zu den bedeutendsten und facettenreichsten Herrschern der böhmischen und deutschen Geschichte, der auch erheblichen Einfluss auf die Entwicklung Nürnbergs ausübte. Im Tucherschloss der bekannten Nürnberger Patrizierfamilie machten wir uns noch mit der Geschichte der Familie Tucher bekannt.

3. Vorschläge für Dezember

Am Samstag, den 3. Dezember nach Schwäbisch Gmünd in die Villa Seiz und zum Weihnachtsmarkt.

In der aktuellen Weihnachtsaustellung werden bisher nicht gezeigte Werke von MAX SEIZ bis zum 23. Dezember präsentiert. Anschließend können wir noch den Gmünder Weihnachtsmarkt besuchen.

An diesem Samstag findet auch eine lange Einkaufsnacht statt. Die Geschäfte der Gmünder Innenstadt und der Weihnachtsmarkt haben bis 23.00 Uhr geöffnet.

Von 25. November bis 17. Dezember haben die Besucher auch die Möglichkeit, in die weihnachtliche Welt der Staufer einzutauchen. Der „Verein Staufersaga“ präsentiert an der Nordseite der Johanniskirche einen staufischen Weihnachtsmarkt mit einem tollen Rahmenprogramm wie Schmiedevorführungen, Märchenerzählern und vielem mehr.

Wir bilden Fahrgemeinschaften und treffen uns um 14.30 Uhr am Marktplatz in Unterrombach.

Bitte bis zum 2. Dezember Bescheid geben, wer mitfahren möchte.

Am Dienstag, den 13. Dezember nach Mannheim in die Reiss-Engelhorn-Museen zur kultur-historischen Ausstellung „Barock - Nur schöner Schein”blicken die Besucher

hinter die Klischees des barocken Zeitalters. Lassen wir uns von der Vielschichtigkeit

dieser Epoche überraschen.

Es liegen bereits neun Anmeldungen vor. Wer noch mit möchte, bitte bis zum Freitag,

den 25.11. melden, weil ich dann die Gruppenkarte bestelle.

Üppige Frauen, gepuderte Perücken, dekadente Feste und prächtige Baudenkmäler? Lange Zeit wurde die Barockepoche ausschließlich mit klischeehaften Vorstellungen in Verbindung gebracht. Doch ein näherer Blick auf die europäische Kulturgeschichte der Jahre 1580 bis ca. 1770 bringt Überraschendes ans Tageslicht: fortschrittliche Erkenntnisse in der Medizin, ein klassisch-antikes Schönheitsideal, wegweisende wirtschaftliche Entwicklungen, wissenschaftliche Rationalität sowie eine alle Lebens-bereiche durchdringende Ordnungsstruktur.

Die kulturhistorische Ausstellung „Barock – Nur schöner Schein?“ präsentiert barock-zeitliche Charakteristika jenseits von Puder, Pomp und Dekadenz. Sie stellt erstmalig die Vielschichtigkeit und die Widersprüche des Barockzeitalters ins Zentrum der Präsentation. Während die Kultur am Hofe mit rauschenden Festen und kostspieligem Lebenswandel bis heute ein Sinnbild für „Barock“ ist, prägten konfessionelle Ausein-andersetzungen, verheerende Kriege und katastrophale Hungersnöte vielerorts den Alltag. Dennoch herrschte in dieser Epoche der Frühen Neuzeit Aufbruchsstimmung: Mit neuen Instrumenten wie Fernrohr und Mikroskop erforschte man die Gestirne des Himmels und die Tier- und Pflanzenwelt der Erde. Handelsbeziehungen, Wissenschafts-austausch und Missionarsreisen veränderten die Weltsicht nachhaltig und sorgten erstmals für eine global vernetzte Gesellschaft. Schließlich geriet durch ein wachsendes Selbstbewusstsein des Bürgertums die bisherige Ständegesellschaft ins Wanken.

Anhand von 300 Exponaten, die den Themenkomplexen „Raum“, „Körper“, „Wissen“, „Ordnung“, „Glaube“ und „Zeit“ zugeordnet sind, stellt die Ausstellung die wichtigsten Charakteristika des Zeitalters vor. Darüber hinaus finden sich Themen und Gestaltungs-formen des Barock auch heute noch in Werbung, Mode, Design, Kunst oder Architektur und belegen die Aktualität des Phänomens. Mit der Ausstellung setzen die Reiss-Engelhorn-Museen ihre langjährige enge Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Museum Wien fort. Auch zahlreiche weitere europäische Museen und Sammlungen unterstützen das Projekt mit kostbaren Leihgaben.

· Zum Esslinger Mittelaltermarkt & Weihnachtsmarkt - den Termin vereinbaren wir beim Kaffeetreff am 6.12.

Die Uhren werden 600 Jahre zurück gedreht. Der Esslinger Mittelaltermarkt und Weihnachtsmarkt hat begonnen.

Gaukler, Feuerschlucker, Märchenerzähler und Musikanten halten Einzug. Zinngießer, Zundermacher, Besenbinder und Glasbläser zelebrieren alte Handwerkskunst aus fernen Tagen. Über allem liegt der Geruch von Holzkohlenfeuer und exotischen Gewürzen, von Würzwein, von Gesottenem und Gebratenem.

Dabeisein und Mitmachen. Man kann im Zuber baden oder sich im Bogenschießen üben, mittelalterliche Tänze lernen oder freche Lieder singen.

Ab Aalen 13:30 Uhr - An Aalen ca. 21:00 Uhr

Veranstalter: OVA+REISEN GmbH

Es sind noch Plätze frei, wer mitfahren möchte, bitte bis Freitag, 25.11. bei mir per E-Mail oder

Telefon 41 747 melden, danach bei Inge von Janczewski Telefon 68 717

Ich schlage vor, dass wir Fahrgemeinschaften bilden, sonst wird es mit der DB etwas umständlich.

Immer am Dienstag vor dem ersten Advent verwandelt sich Esslingen und erfindet sich neu. Als sei die Stadt über Nacht verzaubert worden. Die Uhren werden 600 Jahre zurück gedreht - Esslingen erwacht im Mittelalter. Der Esslinger Mittelaltermarkt & Weihnachtsmarkt beginnt morgen. Er öffnet täglich um 11.00 Uhr und geht bis 20.30 Uhr. Schluss ist am 22. Dezember.

Mittelalter zum Fühlen und Anfassen, zum Schmecken, Riechen, zum Dabeisein und Mitmachen. Man kann im Zuber baden oder sich im Bogenschießen üben, mittelalterliche Tänze lernen oder freche Lieder singen.

Ringsum stehen die mittelalterlichen Fachwerkhäuser der Altstadt Spalier, formieren sich zu einer spektakulären Bühne. Mittelalter mit allen Sinnen. Kein Wunder, dass die Besucher aus aller Herren Länder in Scharen kommen. Nie ist Esslingen seiner Historie näher als in den Vorweihnachtstagen. Dann, wenn die ganze Stadt auf Zeitreise geht.

4. Vorschläge für das nächste Jahr

„Kunst erleben“ heißt die Gesamtschau der Sammlung Fried, die bis zum 23. April 2017 im Ulmer Museum präsentiert wird. Die Öffnungszeiten sind jeweils von Dienstag bis Sonntag 11-17 Uhr und Donnerstag bis 20 Uhr.

Erstmals seit 1991 wird die Kollektion wieder (fast) komplett präsentiert: 440 Gemälde, Grafiken und Plastiken von 260 Künstlern, die über drei Geschosse hinweg einen faszinierend vielfältigen Blick auf die Kunst vor allem der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ermöglichen; angefangen bei der Klassischen Moderne über Informel und Konkrete Malerei, Gruppe Zero und Abstrakten Expressionismus bis in die wilden Achtziger. Darunter sind Werke heute vergessener Künstler, von Größen wie Uli Pohl aus der Region und teuer gehandelter moderner Klassiker wie Klee, Rothko und Richter.

Es ist atemberaubend!“ Inge Fried ist hin und weg am Ende des Rundgangs. Einige der Bilder hat die Witwe des Ulmer Kunstsammlers, Verlegers und Feuilletonisten Kurt Fried (1906-1981) selbst noch nie gesehen, mit vielen aber hat sie - mal kürzer, mal länger - zusammen gelebt. Sie hingen in ihrem Wohnzimmer oder standen im Keller, und als sie 1978 als Stiftung an das Ulmer Museum gingen, da versteckte ihr Sohn Rainer sein Lieblingsbild unterm Bett. Er konnte sich von Martial Raysses „Audrey Hepburn“ einfach nicht trennen.

Hergeben musste er es doch, denn das kleine Werk gehört nun einmal zu dem großen Ganzen, das heute als „Sammlung Fried“ einen bedeutsamen, inzwischen millionen-schweren Kernbestand des städtischen Museums bildet.

Kurt Fried, Mitherausgeber der Schwäbischen Donau-Zeitung, später SÜDWEST PRESSE, verfolgte als Sammler keinen konkreten Plan, als sein Abenteuer mit der Kunst begann. 1959 eröffnete er die Galerie „studio f“ in seinem Wohnhaus. Fast zehn Jahre lang fanden die Ausstellungen dort statt, bevor die Galerie in die Wieland-Galerie seiner Zeitung zog. Nach dem Tode Frieds führte sein Mitarbeiter Burkhard Meier-Grolman sie bis 1985 weiter.

Als „Halbjude“ im Nationalsozialismus verfolgt, genoss Fried nach dem Krieg die Frei-heit, hemmungslos seiner Neugier folgen zu können – Freunde wie Max Bill als Rektor der Ulmer Hochschule für Gestaltung und Almir Mavignier waren wichtige Ansprechpartner. Sie sind denn auch unter den Ersten, die einem beim Entrée im Erdgeschoss begegnen. Dort soll eine bunte Zusammenstellung die Lebendigkeit veranschaulichen, „die Seh-erfahrung von damals wiederbeleben“. Die war geprägt von einem großen Staunen nach allen Seiten, deshalb hängt alles, wie es einst in den Ausstellungen im „studio f“ eben nacheinander kam.

So glitzert zwischen Otto Piene und Lucio Fontana golden ein Bild des heute nicht mehr gleichermaßen präsenten Herbert Oehm, und daneben hängt ein Bild von Daniel Spoerri. „Kurt Fried liebte offenbar die Gegensätze, zumindest hatte er Spaß daran“, meint der Kurator Mäntele. Es war wohl diese Offenheit, die Frieds Galerie zu einer der wenigen zeitgenössischen Avantgarde-Galerien im Süddeutschland der Nachkriegszeit werden ließ.

Einer der Höhepunkte der Schau wird just im mittelalterlichen Kiechel-Bau zelebriert. Papierarbeiten von Pollock, de Kooning und Kline, „Stripes“ von Morris Louis und ein großer Ellsworth Kelly hängen da; vor der leuchtenden Papierarbeit von Mark Rothko kann man im Séparée meditieren, bevor die Pop Art bis hin zu Keith Haring führt. Und dann hat der Besucher immer noch zwei Stockwerke vor sich, in denen sich Strömungen der 50er bis 80er ihren Weg bahnen. Dort kann man sich von Op Art „Die Pforten der Wahrnehmung“ öffnen lassen oder mit Jo Baer eine der wenigen weiblichen Minimal-Art-Künstler entdecken. Persönlicher Geschmack scheint für Fried nicht unbedingt ein Kriterium gewesen zu sein. Arnulf Rainers selbstverletzendes „Gelbgesicht“ konnte

„KF“ nicht leiden, nun hängt es sinnig neben einem Anstaltsbild von Ben Willikens.

Neben viel Prominenz hat man lang vergessene Mappenwerke von Istvan Nadler und Imre Bak aus der Versenkung geholt, aber auch zurecht Bekanntes ins Licht gerückt, so wie das wunderschöne „Sleeping Girl“ von George Segal. Bevor die Ausstellung in die Schatz-kammer mit Klee, Schiele, Klimt und Schlemmer mündet, begegnet man im Gang dem Sammler selbst: Gerhard Richter hat ihn mit Galerist Hans-Jürgen Müller nach einem Foto vom 60. Geburtstag gemalt. Die zwei begutachten eine Weinflasche – Kunst und Genuss sind da, wie es sich bei KF gehörte, ganz nah beieinander.

Nach Karlsruhe in die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Die reiche Sammlung der Kunsthalle ist der Ausgangspunkt ihrer Ausstellungstätigkeit. Sie bildet zudem die Vorlieben und den Kunstsinn der badischen Markgräfinnen und Markgrafen ab, deren Kollektion den Grundstock für das Museum bildet. Dieser Bilderschatz wird bis heute kontinuierlich erweitert. 3455 Werke aus den wichtigen Epochen der Kunstgeschichte bilden ein großes Panorama der abendländischen Kunst.

Die bedeutendsten Abteilungen sind die Kunst des Mittelalters und der Renaissance, die Niederländische Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts und die Französische Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts. Auch die Malerei des 19. Jahrhunderts – Biedermeier, Romantik, Realismus und Impressionismus - ist in bedeutenden Werken in der Kunsthalle gegen-wärtig, genauso wie die Klassische Moderne, die die wichtigsten Tendenzen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – Expressionismus, Konstruktivismus und Neue Sachlichkeit – umfasst. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts begann man bewusst, die Sammlung in die Gegenwart fortzuführen.

Zeichnungen und Druckgrafik aller Epochen verwahrt das Kupferstichkabinett, das mehr als 90 000 Werke beherbergt. Es gehört zu den ältesten in Europa.

Im Lutherjahr 2017 nach Wittenberg

Pforzheim hat so begeistert, dass wir uns vorstellen können, auch einmal „auf Reisen“ zu gehen. Ich habe mich erkundigt, z. Zt. ist eine Gruppenkarte ab sechs Personen für 38,-- EUR pro Mitglied erhältlich. Mit zwei Übernachtungen könnten in Wittenberg alle Highlights des Lutherjahres besichtigt werden, nicht nur das Panorama von Asisi.

Ich meine, ein überlegenswerter Vorschlag.

In Wittenberg ist zum Reformationsjubiläum 2017 ein besonderes Projekt entstanden: Wittenberg zur Zeit der Reformation. In einem 360°-Panorama von Yadegar Asisi wird die Lutherstadt zur Zeit Philipp Melanchthons, der beiden Cranachs, Katharina von Boras, Martin Luthers und Justus Jonas lebendig und Geschichte erlebbar. Die Rotunde in Wittenberg ist kein weiteres historisierendes Museum, sondern ein Erleben, Erfahren und Erspüren mit allen Sinnen.

Der Künstler Yadegar Asisi setzt die im 19. Jahrhundert populäre und mit Aufkommen des Kinos in Vergessenheit geratene Tradition der Riesenrundbilder fort, um faszinierende Kunsträume zu kreieren.

Das Panorama „Luther 1517“ ist das zwölfte vom Künstler geschaffene Panorama-kunstwerk. Neben Wittenberg und Leipzig sind Dresden, Berlin, Pforzheim und Rouen weitere Standorte.

Mit dem Schritt in das Gemälde hinein, eröffnen sich dem Besucher nicht nur neue Sichtweisen, sondern auch die Möglichkeit, die Welt Luthers besser kennenzulernen und das Thema Reformation und einen ihrer Ursprünge neu zu entdecken.

Bis zum nächsten Treffen verbleibe ich mit herzlichen Grüßen

Ihr F. Heigl

© Stadt-Seniorenrat Aalen 24.11.2016 11:44
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