Hier schreibt die Kolpingsfamilie Oberkochen

Das " Werk " des Sozialreformers ist zeitlos

  • Die Jubilare am Kolpinggedenktag 2014 der Kolpingsfamilie Oberkochen

Kolping Gedenkttag in Oberkochen

Am zweiten Adventssonntag stand der Namensgeber des internationalen Kolpingwerkes, der Priester, Seelsorger und Sozialreformer Adolph Kolping, im Voerdergrund des vom Katholischen Kirchenchor gestalteten Gottesdienstes in der St.Peter und Paul Kirche in Oberkochen. Pfarrer Andreas Macho betonte die nachhaltige Rolle von Adolph Kolping in der sozialgeschichtlichen Entwicklung unserer Gesellschaft. Ein anschließender Empfang in der voll besetzten Kolpinghütte stand unter dem Zeichen der aktuellen Situation des Kolpingwerkes. Vorstand Anton Balle hob in seiner Ansprache das Hier-und Heutedes Kolpingwerkes hervor. Rund 450.000 Menschen weltweit sind in Kolpingsfamilien engagiert und bündeln durch ihr Handeln die Hilfe von über 150 Projekten in über 40 Ländern der Erde. Allein in der Entwicklungshilfe des Internationalen Kolpingwerkes werden jährlich in Projekte zwischen 8 und 10 Millonen Euro investiert. Diese Projekte erfüllen auch heute noch das Ziel, Menschen dazu zu befähigen, sich aus eigener Kraft eine lebensfähige Grundlage ihrer Existenz zu ermöglichen. Hierzu dienen Bildung und Berufsausbildung sowie die materiellen Grundlagen einer Existenzgründung, die Themen die Kolping begleitet und unterstützt. Jede Kolpingsfamilie finanziert durch ihren Beitrag die konzentrierte Unterstützung der Projekte. Auch der Bildungssektor stellt ein großes Betätigungsfeld des Kolpingwerkes dar. Die Kolping Bildungstätten fangen in einem engmaschigen Netz auch diejenigen unserer Gesellschaft auf, die durch viele Netze unseres Systems gefallen sind. Auch hier gilt es eine Basis für eine lebensfähige Existenz zu schaffen. Eine vielzahl an Jubilaren konnte bei der Feierstunde geehrt werden. Pfarrer Macho verlieh die Ehrenurkunden und Ehrennadeln für die langjährige Zugehörigkeit zum Kolpingwerk. Für 25 Jahre Renate Weinhold, für 40 Jahre Hans-Martin Frank, Jürgen Benseler, Ernst Gruber, Manfred Kaufmann, Heinrich Kleinhans und Eugen Weber. 50 Jahre bei Kolping ist Walter Brunnhuber und 60 Jahre Hans Betzler und Paul Trittler. Eine große Ehre erfuhren die Mitglieder, die 1949 die Kolpingsfamilie nach dem Krieg neu in Oberkochen gegründet haben. Unter ihnen Ehrenvorstand Franz Hausmann, Josef Balle, Bruno Dickenherr, Erwin Gold, Rudolf Hug und Bruno Wingert. Bruno Wingert resümierte in einem Rückblick die " Neugründung " nach den Wirren des Krieges und dem Neubeginn 1949. Für viele seiner Zeitgenossen gab die Kolpinggemeinschaft in all diesen Jahren die Grundlage für das Handeln und das Wirken in der Gesellschaft. Mit dem gemeinsamen Kolpinglied endete die Feierstunde.

© Kolpingsfamilie Oberkochen 09.12.2014 15:21
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