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Ungarn im Kochtreff

Gulyás , das ist nicht Gulasch, wie wir es in Deutschland kennen. In Ungarn ist es eine Suppe, die langsam gekocht wird. Dabei ist es sehr wichtig, dass die Zutaten in einer bestimmten Reihenfolge nach und nach in den großen Topf eingefüllt werden. Dieses und noch viel mehr lernten die Gäste an diesem Abend von den ungarischen Köchinnen Annabella Toth und ihrer Helferin Veronika.

Nach der Begrüßung der Gäste, unter denen wieder etliche neue waren, stellte Rosemarie Wilhelm die Kulturküche vor. Dabei wies sie darauf hin, dass das gemeinsame Kochen und Essen zum besseren Verständnis der Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen beiträgt.

Neben der gehaltvollen Suppe wurden noch Pogácsa (Pogatschen, ein salziges Kleingebäck), Szilvásgombóc (Pflaumenklöße), Körözött (ein Brotaufstrich mit ungarischem Paprikapulver) und Gesztenyepüré (Maronenpüree) gezaubert.

Wie immer war der Kochtreff, inzwischen der 16., ausverkauft und die zwanzig Gäste halfen fleißig mit. Obwohl viele von ihnen selbst gut und gerne kochen, lernten sie auch diesmal wieder einige Tricks und Kniffe, die sie noch nicht kannten. Lebhaft wurde gefachsimpelt , aber natürlich blieb auch Zeit für ein Schwätzchen am Rande.

Umrahmt wurde das Essen auch von den passenden Getränken, Tokaier Azú und „Stierblut“, dem bekannten trockenen ungarischen Rotwein. Auch an einem ungarischer Magenbitter durfte genippt werden.

Als dann alle am schön dekorierten großen Tisch saßen, präsentierten die beiden Ungarinnen noch eine sehr nette Überraschung: auf kleinen, in den Nationalfarben Ungarns selbst gebastelten Lesezeichen in ungarischer und deutscher Sprache standen Sprichwörter, deren Bedeutung die Gäste erraten mussten (s. Fotos). Besonders das Vorlesen des ungarischen Textes durch die meist deutschen Gäste trug zur allgemeinen Heiterkeit bei.

Dem herzlichen Applaus der Gäste schloss sich das Team der Kulturküche mit großem Dank und einer kleinen an Anerkennung an.

© Kulturküche Aalen 24.01.2014 15:13
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