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Die KAB Unterkochen informiert sich über die Neuordnung der Pflegestufen

Nach einer gemeinsamen Abendmesse mit Gedenken an die verstorbenen Mitglieder des letzten Jahres traf sich die Unterkochener KAB zum Themenabend. Dieses Mal ging es um die Neuordnung der Pflegestufen. Andrea Voitl-Echsler von der Pflege- und Demenzberatungsstelle des DRK Aalen stellte die wesentlichen Punkte des „Pflegestärkungsgesetzes II“ vor.

Eine wichtige Neuerung ist die Beurteilung der Pflegebedürftigkeit. Im Gegensatz zum Vorgängergesetz wird nun besser anerkannt, wie selbständig ein Patient ist. Die Fähigkeit zur Selbstversorgung, Mobilität und psychische Problemlagen werden ebenso berücksichtigt wie die Gestaltung des Alltagslebens, die Fähigkeit zur Kommunikation und des Lebens sozialer Kontakte.

Eindeutiger Schwerpunkt des Pflegestärkungsgesetztes II ist die ambulante Pflege, die der stationären Pflege vorgezogen wird. Die Pflege zuhause wird durch finanzielle Anreize gestärkt. Heimplätze sind für niedrige Pflegegrade kaum mehr erreichbar.

Geld- und Sachleistungen werden in Abhängigkeit des Pflegegrads genehmigt. Da die Vielzahl der Leistungen kaum zu überblicken ist, empfiehlt Frau Voitl-Echsler, das Hilfeangebot der Beratungsstellen anzunehmen. Hier nehme man Angehörige bei der Hand, um sie „durch den Gesetzesdschungel“ zu leiten.

Zum Abschluss ihres kurzweiligen und informativen Vortrags blickte Frau Voitl-Echsler voraus. So wird bereits 2019 die Einführung einer erneuten Überarbeitung des aktuellen Gesetzes erwartet.

© KAB Unterkochen 08.03.2017 17:28
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