Hier schreibt die KAB Unterkochen

Durch Malerei den Menschen die Bibel erschließen

Die Unterkochener KAB zeigte am 26.2 im Bischof-Hefele-Haus den Film „Sieger Köder – Ein Pfarrer, der malen kann“. Der Dokumentarfilmer Gerhard Stahl stellte in seiner kurzweiligen Dokumentation den Menschen hinter seinen Kunstwerken vor.

Geboren 1925 in Wasseralfingen widmete er sich zuerst der Kunst. Sein Lehramt auf dem Schubartgymnasium Aalen gab er im Alter von 40 Jahren auf und begann ein Theologiestudium in Tübingen und München. 1971 wurde er zum Priester geweiht. Nachdem er 20 Jahre als Pfarrer in Hohenberg und Rosenberg wirkte, lebt er seit 1995 in Ellwangen. Bis heute schafft Sieger Köder Kunstwerke, die vor allem in Kirchen zu bestaunen sind und die ihn weit über die Region hinaus bekannt gemacht haben. Einige Beispiele seiner bekannten Werke werden im Film dargestellt, z.B. die Tübinger Bibel, das Mahl der Sünder und das Misereor Hungertuch 1996.

Im Film redet vor allem Sieger Köder. Schnell wird klar, daß es sich bei ihm um einen bodenständigen, humorvollen und charismatischen Menschen handelt, der viel zu erzählen hat. „Der Weg ist der Weg und das Ziel ist das Ziel“, und seines sei es, „durch die Malerei den Menschen die Bibel zu erschließen“ – letztendlich auch deshalb, um ihnen dabei zu helfen, ins Paradies zu gelangen. Schließlich wolle man sich ja dort gerne wiedersehen...

Auch Weggefährten und Freunde kommen im Film ausführlich zu Wort, unter anderem auch der Unterkochener Salesianerpater Karl Geißinger, mit dem er eine langjährige Freundschaft pflegt. Einige der Werke Köders sind im dortigen Kloster Benediktbeuern zu bestaunen.

Für seine Kunstwerke stellt Sieger Köder grundsätzlich keine Rechnungen aus. Sie sind quasi Geschenke für Freunde. Er nehme allerdings gerne eine Spende an, deren Höhe allein der Auftraggeber bestimmt und die dann an Missionsprojekte weiterleitet wird. Dieses wahrhaft einzigartige „Geschäftsmodell“ beeindruckte nicht nur die im Film zu Wort kommenden Gemeinepfarrer von Piflas bei Landshut und Kiel.

Am Ende des Films stellte sich der Filmemacher Gerhard Stahl den interessierten Fragen des Publikums.

Prädikat: sehenswert!

© KAB Unterkochen 27.02.2013 16:37
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