Bereits erste Personen in Isolation

Omikron auch in BW: Heftige Quarantäne-Folgen für Reisende

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Reisende stehen am Flughafen in Kapstadt in langen Schlangen an den wenigen Schaltern an, die überhaupt noch offen sind.
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Die neue Corona-Variante B.1.1.529 löst in ganz Deutschland wieder Diskussionen um strengere Maßnahmen aus. In Baden-Württemberg wird bereits durchgegriffen.

Omikron - das aktuellste Schreckgespenst der Corona-Pandemie ist eine Virusvariante, die zuerst in Südafrika nachgewiesen wurde. Erst vor wenigen Tagen wurden erste Fälle der Mutation B.1.1.529 in Europa bekannt und auch in Baden-Württemberg ist die Corona-Variation angekommen.* Das Gesundheitsamt Alb-Donau-Kreis hat am Dienstag, 30. November, vier Personen gemeldet, die nachweislich mit der Mutation Omikron infiziert sind, das berichtet echo24.de*. Doch welche Auswirkungen hat das nun auf die Bevölkerung?

Immerhin ist bereits bekannt, dass die bisherigen Impfstoffe womöglich nicht mehr so gut gegen die neue Variante Omikron wirken* dürften. Eine Horrorvorstellung, wenn man bedenkt, dass die Impfkampagne aktuell wieder auf Hochtouren läuft und auch die Booster-Impfungen mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna* stark gefragt sind. Umso wichtiger ist es, dass die Impfstoffhersteller Novavax und Moderna bereits angekündigt haben, ihre Impfstoffe an die Mutation Omikron anzupassen.*

Omikron in Baden-Württemberg: Das müssen Reiserückkehrer jetzt beachten

Doch bis dahin dürfte es noch Wochen oder gar Monate dauern. Deshalb hat das Land Baden-Württemberg jetzt mitgeteilt, dass einige neue Virusvariantengebiete im südlichen Afrika ausgerufen wurden. Das Robert Koch-Institut hat bereits am Freitag, 26. November, Botsuana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika als Virusvariantengebiete gekennzeichnet. Das hat nun auch für Reisende in Baden-Württemberg weitreichende Folgen.

Virusvariantengebiet

Virusvariantengebiete sind laut Robert Koch-Institut Länder und Regionen mit besonders hohem Infektionsrisiko durch verbreitetes Auftreten bestimmter Sars-CoV-2-Mutationen. Für diese Gebiete herrscht eine verschärfte Einreiseregelung. Aktuell bereitet vor allem die Corona-Variante Omikron den Experten Sorgen. Deshalb wurden einige Länder auf dem afrikanischen Kontinent am 28. November als Virusvariantengebiete eingestuft.

Bedeutet: Wer aus diesen Regionen nach Deutschland zurückkommt, muss ab sofort in jedem Fall und ohne Ausnahme für zwei Wochen in Quarantäne. Die Isolation kann nicht verkürzt werden und gilt auch für Geimpfte und Genesene. Das Robert Koch-Institut rät außerdem: „Die Einstufung von Risikogebieten kann sich kurzfristig ändern. Bitte überprüfen Sie unmittelbar vor Abreise, ob die Länder, in denen Sie sich in den letzten 10 Tage vor der Einreise nach Deutschland aufgehalten haben, als Risikogebiete eingestuft sind.“

  • Botsuana
  • Eswatini
  • Lesotho
  • Malawi
  • Mosambik
  • Namibia
  • Simbabwe
  • Südafrika

Omikron in Baden-Württemberg: Landesregierung mit Appell an Reiserückkehrer

Von den vier Infizierten im Alb-Donau-Kreis sind drei nachweislich am 26. und 27. November von einer Geschäftsreise aus Südafrika zurück nach Deutschland gekommen, die vierte Person, die nachweislich mit der Omikron-Variante infiziert ist, wurde wohl von einem der Reiserückkehrer angesteckt - laut der Landesregierung Baden-Württemberg handelt es sich „um eine Person aus dem familiären Umfeld“. Alle vier Personen sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Sie befinden sich aktuell mit all ihren Haushaltsangehörigen in häuslicher Isolation.

Dennoch bittet die Landesregierung alle Reisenden aus dem Alb-Donau-Kreis, die aus den oben genannten Ländern eingereist sind und positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sich beim Fachdienst Gesundheit zu melden - entweder telefonisch unter der 0175-22556820 oder per Mail an gesundheitsamt@alb-donau-kreis.de. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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