Es geht um 6.000 Quadratmeter

Europapark: Entwicklungszentrum im Elsass geplant – Umweltschützer strikt dagegen

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Europapark - Im Elsass will das Unternehmen MackNeXT ein Entwicklungszentrum bauen, in dem Attraktionen geplant werden. Ein Umweltschutz-Kollektiv stellt sich dagegen.

So groß wie vier Fußballfelder und mitten im Grünen – so sehen die Pläne der Gruppe Mack International aus. Die steckt unter anderem hinter dem Europapark in Rust. Auf dem Gelände bei der elsässischen Kommune Plobsheim in Frankreich soll die Tochterfirma MackNeXT ein Multimedia-Entwicklungszentrum aufbauen, in dem dann Attraktionen erdacht werden können. Die Idee stößt derzeit aber auch Protest – angeführt vom Umweltschutz-Kollektiv „Le Chaudron des Alternatives“ („Der Kessel
der Alternativen“). Was genau das Problem ist, verrät HEIDELBERG24*.

Die Europapark-Eigentümer stoßen mit ihren Ideen bei Umweltschützern auf Widerstand. „Der Kessel der Alternativen startete heute eine Aktionskampagne zur Sensibilisierung der Bevölkerung für das MACK NEXT Umsetzungsprojekt in PLOBSHEIM durch den Besuch des BAC in Rhinau. Dann wurden vor dem Europapark Flugblätter verteilt. Der Austausch mit den Anwesenden hat es geschafft, die Immobilienabsichten der Familie Mack auf elsässischer Seite und deren Umweltauswirkungen bekannt zu machen“, schreibt das Umweltschutz-Kollektiv auf ihrer Internetseite.

FreizeitparkEuropa-Park
OrtRust, Baden-Württemberg
Besucher5,8 Millionen (2019)
Eröffnet12. Juli 1975

Europapark: Widerstand gegen Entwicklungszentrum im Elsass

Der Vorwurf der Gruppe lautet, dass von den 6.000 Quadratmetern des zum Bau geplanten Gebiets etwa 2,9 Hektar „biologisch bewirtschaftetes Ackerland (AB) und klassifiziertes Naturgebiete reich an tierischer Biodiversität“ seien. Diese dürften durch den Bau des Multimedia-Entwicklungszentrums nicht zerstört werden. Zu einem späteren Zeitpunkt soll auf etwa 200 Hektar sogar noch ein großer Hotelkomplex gebaut werden. Für den 17. September rufen die Kritiker daher zu einer Demonstration in Plobsheim auf. Es gebe laut der Organisation besser geeignete Orte: etwa im Innovationspark von Illkirch-Graffenstaden, südlich von Straßburg.

Der Europa-Park will sich auf Anfrage dazu zunächst nicht äußern und verweist auf das in Frankreich laufende Genehmigungsverfahren. In einem Blogeintrag vom Februar 2020 heißt es, in dem Entwicklungszentrum sollen interaktive Attraktionen unter anderem für den Europapark erdacht werden: etwa 4D-Filme oder Attraktionen in virtueller Realität. Seit kurzem gibt es in Rust eine neue Attraktion, in der Besucher in die virtuelle Realität eintauchen können.

Europapark: Hauptsitz von Mack Internatiol Frankreich soll im Elsass entstehen

Im elsässischen Plobsheim soll auch der Frankreich-Sitz von Mack International entstehen. Der Ort sei wegen seiner idyllischen Lage und des nahen Golfplatzes gewählt worden. Diese Umgebung biete die Ruhe, die für kreative Entwicklungen nötig sei. Schon früher sind die Europapark-Eigentümer in Konflikt mit Naturschützern geraten. Nach Protesten stoppte der Europapark 2018 vorerst Pläne zum Bau einer Seilbahn nach Frankreich, die über das Naturschutzgebiet Taubergießen führen sollte. Auch in Rust gibt es derzeit Widerstand gegen den Bau einer neuen Achterbahn. (dpa/dh) HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Patrick Seeger/dpa

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