Aktionswoche rund um die Schäferei

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Die Heidenheimer Schäfertanzgruppe (hier 2018) probt für den Schäfertraditionsabend im Konzerthaus am 22. Oktober den traditionellen Schäferreigen. Foto: privat/Oliver Vogel

Hirtenmusik, Volkstanz, Wanderungen, Ostalb-Lamm, Instrumentenbau, Heidenheimer Knöpfle und mehr warten bei der Albschäferwoche zwischen 15. und 23. Oktober.

Heidenheim

Der Albschäferweg ist „Deutschlands schönster Wanderweg 2022“. Für die Heidenheimer Brenzregion auf der Schwäbischen Alb ist dies eine herausragende Auszeichnung. Aber auch die Schäferinnen und Schäfer, die tagein tagaus mit ihren Herden unterwegs sind, um die typischen Wacholderheiden zu pflegen, sind stolz darauf.

Um die Schäferei noch mehr in den Fokus zu rücken, gibt es von Samstag, 15., bis Sonntag, 23. Oktober, nun gleich eine ganze Albschäferwoche. Die beteiligten Akteure freuen sich nach zweijähriger Coronapause wieder darauf, ihre Leidenschaft für die Traditionen der Schäferei präsentieren zu können, und haben ein buntes Programmpaket geschnürt.

Was geboten ist

Los geht es am Samstag, 15. Oktober. Landrat Peter Polta eröffnet gemeinsam mit Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Schwäbischen Albvereins, die Albschäferwoche mit einer Wanderung auf dem Albschäferweg vom Schafhof der Familie Wiedenmann-Riek von Nattheim nach Fleinheim. Dort gibt es im Ochsen einen traditionellen Hammelbraten mit Heidenheimer Knöpfle.

Solche kulinarischen Wanderungen auf dem Albschäferweg und Kräuterführungen über die Wacholderheiden der Heidenheimer Brenzregion stehen gleich mehrfach auf dem Programm. Mal geht es im Anschluss auf einen Schafhof oder Schäferin und Schäfer sind in den Restaurants zu Besuch, um ihre Geschichten zu erzählen, und für das Produkt zu werben.

Von Schäfern iniitiert

Dabei hört man besonders viel vom Ostalb-Lamm, der regionalen Marke, die 2004 von engagierten Schäferinnen und Schäfern und Gastronomen im Landkreis Heidenheim initiiert wurde. Das Gütesiegel „Ostalb-Lamm“ steht für traditionelle Hüteschafhaltung, artgerechte Tierhaltung und ausgezeichnete Fleischqualität von jungen Schlachttieren mit Herkunftsgarantie.

Eine regionale Spezialität

Die regionale Spezialität wird in den Gasthäusern und Restaurants nach traditionellen Rezepten und auch als moderne Kreation zubereitet und serviert und ist auch für Hobbyköche zu Hause ein kulinarisches Highlight. Um den Verbrauchern zu zeigen, wie man mit dem Fleisch umgeht, werden zwei Kochkurse angeboten. Dabei ganz wichtig: Das Heidenheimer Knöpfle – in der Region eine Spezialität, die zum traditionellen Lammbraten als Beilage gereicht wird.

Neben Wandern und Kulinarik geht es bei der Albschäferwoche auch um die traditionelle Hirtenmusik und den Volkstanz. So lernt man in einer Arbeitswerkstatt, wie man aus Birkenrinde ein Musikinstrument herstellt.

Der Höhepunkt der Woche startet am Samstag, 22. Oktober, um 19 Uhr im Konzerthaus in Heidenheim.

Höhepunkt im Konzerthaus

Zum Abend der Schäfertraditionen im Konzerthaus stehen die Heidenheimer Schäfertanzgruppe und Schäfermusik, das Jugendtanzensemble aus Frommern und die Folkloregruppe „TradiSon“ aus Galizien sowie die Harzer Birkenblattbläser auf der Bühne, um die Kultur rund um die Schäferei zu präsentieren und am Leben zu erhalten.

Das war besonders wichtig, nachdem die Stadt Heidenheim im Jahr 2010 den traditionellen Schäferlauf einstellte. Der Kulturbeirat des Schwäbischen Albvereins unter der Leitung von Manfred Stingel organisiert seit 2012 gemeinsam mit der Heidenheimer Schäfertanzgruppe diesen Abend, zu dem regelmäßig ausländische Gruppen hinzukommen, die die Schäfermusik und den Schäfertanz ebenfalls pflegen.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Programmpunkten der Albschäferwoche finden sich unter www.albschaeferweg.de und in einem Programmflyer, der beim Landratsamt Heidenheim unter Telefon (07321) 321-2593 oder per E-Mail unter info@heidenheimer-brenzregion.de angefordert werden kann.

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