Giftköder: Heidenheimer Rettungshundestaffel in Falle gelockt

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Ein Rettungshund mit Michael Höll am Sonntag bei Sontheim an der Brenz.

Die Einsatzkräfte wurden per Fake-Mail in ein Waldstück gerufen, damit die Hunde dort womöglich ausgelegte Giftköder fressen.

Sontheim an der Brenz. Seit Donnerstag wird bei Sontheim an der Brenz im Landkreis Heidenheim ein 30-jähriger Mann vermisst. Trotz großen Suchmaßnahmen konnten die Rettungskräfte bislang keinen Hinweis auf den Verbleib des Mannes finden. In der Nacht auf Sonntag dann ein neuer anonymer Hinweis: In einer E-Mail auf der Website der Rettungshundestaffel wird den Einsatzkräften mitgeteilt, dass man den Mann in einem Waldgebiet bei Bergenweiler gesichtet habe. 

Wir haben den Hinweis erhalten, dass der Vermisste hier gesichtet wurde. Dieser Hinweis hat sich als falsch herausgestellt. 

Marc Lerch BRH-Rettungshundestaffel

Im Ulmer Polizeipräsidium hatte man entschieden, dem Hinweis nachzugehen und eine Suche einzuleiten, sagt Michael Höll von der Heidenheimer Rettungshundestaffel. Den anonymen Hinweisgeber ausfindig zu machen, schlug fehl. Vielmehr wurde durch polizeiliche Ermittlungen deutlich, dass es sich um eine Fake-Mail handelte. Bei der Absuche der Umgebung stellte sich heraus, dass die Rettungshundestaffel gar bewusst in das Gebiet gelockt worden war.

Sinn und Zweck der Falle sei gewesen, die ausgebildeten Rettungshunde in einen Bereich zu schicken, in dem Giftköder für Hunde ausgelegt sind, so Michael Höll. Dieser Verdacht habe sich nach weiteren Untersuchungen gefestigt. Den Hunden geht es gut. Die Einsatzkräfte hatten noch rechtzeitig gemerkt, dass der Hinweis nicht stimmte.

Die Suchtrupps brachen die Suchmaßnahmen ab. Der Aufenthaltsstandort des 30-Jährigen bleibt damit weiterhin unklar. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

Marius Bulling

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