Ministerpräsident glaubt an Einschränkungen

Kretschmann mit deftiger Ansage an Ungeimpfte: „So manches wird unbequem“

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Ungeimpfte müssen mit härteren Corona-Regeln rechnen. Zumindest, wenn man Ministerpräsident Winfried Kretschmann glaubt. Er hat nochmals eine deftige Ansage gemacht.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat noch einmal eine deutliche Ansage in Richtung aller gemacht, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen. Schon länger pocht der Grünen-Politiker laut echo24.de* darauf, härtere Regeln für Ungeimpfte* in Betracht zu ziehen. Nun verdeutlichte er diese Ansicht noch einmal: „Bedenken Sie auch: So manches wird unbequem für Sie werden, wenn Sie sich nicht impfen lassen“, sagte Kretschmann in einer Fernsehansprache im SWR.

Laut dem Regierungschef könnte es gewisse Einschränkungen des öffentlichen Lebens für Ungeimpfte geben - dort wo es notwendig sei. Damit es gar nicht erst so weit kommt, appellierte Kretschmann noch einmal eindringlich: „Lassen Sie sich jetzt impfen - und nicht irgendwann!“

Lassen Sie sich jetzt impfen - und nicht irgendwann!“

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württemberg

Härtere Corona-Regeln für Ungeimpfte: Deftige Ansage von Kretschmann

Ansonsten könnte es angesichts der sich erneut verschlechternden Corona-Lage in Baden-Württemberg und einer drohenden vierten Welle im Herbst wieder schärfere Regeln geben. Der Besuch von Restaurants oder Kinos würde für Ungeimpfte dann wohl allenfalls noch mit Test möglich sein. Man müsse allerdings damit rechnen, diese dann aus eigener Tasche bezahlen zu müssen.

Mit dem nun nochmals bekräftigten Vorstoß erntete Kretschmann schon einmal Kritik. Denn: Die Meinungen, wie man mehr Leute zu Impfungen gegen das Coronavirus bekommen kann, gehen weit auseinander. So glaubt Gabi Rolland weniger an Bestrafungen, als vielmehr an Belohnungen.

Kretschmann: Ungeimpfte müssen mit Einschränkungen und Kosten rechnen

„Nur Appelle werden nicht reichen, um die Impfmüdigkeit zu bekämpfen“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD. „Auch finanzielle und materielle Anreize können dabei helfen, die Impfquote weiter nach oben zu schrauben.“

Mit Stand 31. Juli sind in Baden-Württemberg mittlerweile 5.869.914 Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Heißt: 52,9 Prozent der Bevölkerung haben einen ausreichenden Schutz. Fast 60 Prozent (59,8) haben mittlerweile mindestes eine erste Impfdosis erhalten. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd Weißbrod/dpa

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