Vierbeiner in Not

Polizei rettet Hund aus 49 Grad heißem Auto - Besitzer ging, ohne Fenster zu öffnen

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Hunde sollten bei Hitze nie alleine im Auto eingesperrt werden. (Symbolbild)
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Bei ihrer Runde durch Tamm entdeckten Ordnungsbeamte einen hechelnden Hund in einem verschlossenen Auto. Von dem Besitzer fehlte jede Spur.

Tamm - In Tamm im Landkreis Ludwigsburg entkam ein alter Schäferhund nur knapp dem Hitzetod (BW24* berichtete). Wie die Ludwigsburger Polizei* mitteilte, hatten Mitarbeiter vom Ordnungsdienst den Hund am Dienstag gegen 10 Uhr in einem parkenden Auto in der Straße „im Länderrain“ entdeckt. Der Hund habe stark gehechelt. Da die Scheiben bereits leicht beschlagen und alle Fenster geschlossen waren, alarmierten die Ordnungshüter die Polizei.

Nachdem sämtliche Versuche, den Fahrer des Wagens in der näheren Umgebung ausfindig zu machen, scheiterten, schlug eine Polizistin das Autofenster mit einem Notfallhammer ein. Obwohl die Außentemperatur bei 20 Grad lag, wurde im Auto eine Temperatur von 49 Grad festgestellt. Um den Hund abzukühlen, legten die Beamten das Tier in den Schatten und versorgten es mit Wasser.

Nach Hunde-Rettung: Besitzer droht Anzeige wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

Unmittelbar nach der Befreiung kehrte auch der 44-jährige Besitzer wieder zurück an den Ort des Geschehens. Er zeigte sich einsichtig und gab zu, schlichtweg vergessen zu haben, die Fenster zu öffnen. Der Hund wurde zurück in die Obhut des Mannes übergeben. Dieser muss nun mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz rechnen.

Der Schäferhund hatte Glück, dass die Polizei so schnell vor Ort war. Denn nicht immer geht es glimpflich aus, wenn Tiere von ihren Besitzern bei hohen Temperaturen einfach im Auto zurückgelassen werden. Beispielsweise starb ein Hund in Stuttgart an einem Hitzeschlag*, weil Unbekannte die Heckklappe eines Autos schlossen. Andere ließen ihre Hunde bei einem Europapark-Besuch im überhitzten Auto zurück*. Trotz heruntergelassener Scheiben waren die Tiere nach kurzer Zeit völlig erschöpft - und mussten von der Polizei gerettet werden. *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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