Fußball

Schmidt resümiert: Heidenheim fehlt die „Abgezocktheit“

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Trainer Frank Schmidt vom 1. FC Heidenheim.

Trainer Frank Schmidt vom 1. FC Heidenheim hat vor dem letzten Spieltag ein positives Saisonfazit gezogen. Zugleich erklärte der 48-Jährige, was den Schwaben zu einem absoluten Topteam der 2. Fußball-Bundesliga noch fehlt. „Also, ich bin schon mal sehr zufrieden, dass wir Platz acht eingetütet haben und damit unser Vorjahresergebnis bestätigt haben“, sagte Schmidt, der zum Abschluss gegen den Karlsruher SC am Sonntag (15.

Heidenheim - 30 Uhr/Sky) noch mal einen Sieg anstrebt, im Interview der „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstag). Dass seine Spieler „auf der Zielgeraden nicht mehr ganz die Power hatten, liegt auch daran, dass wir in allen Laufdaten mit großem Abstand ligaweit Spitze sind.“

Heidenheim beendet die vierte Runde in Serie auf einem einstelligen Tabellenplatz. Im Aufstiegsrennen musste Schmidts Team aber abreißen lassen. „Dass wir andere finanzielle Rahmenbedingungen als die Topclubs haben, muss ich nicht vertiefen. Dies wirkt sich auf die individuelle Kaderqualität aus“, sagte der Coach. „Von den ersten elf Mannschaften haben wir mit Abstand die wenigsten Tore geschossen. Es fehlt an Effizienz und Kaltschnäuzigkeit, an individueller Qualität und Erfahrung. Wenn wir die Abgezocktheit der vor uns platzierten Mannschaften hätten, wäre sicher auch mehr möglich gewesen.“

Schmidt will das Erreichte aber nicht negativ bewerten. Stattdessen könnte man „auch hinterfragen, warum es uns jedes Jahr gelingt, eine gute, sorgenfreie Saison zu spielen“, sagte er, „vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass wir regelmäßig unsere Topspieler verkaufen.“ dpa

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