Baden-Württemberg setzt Corona-Alarmstufe Zwei in Kraft

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Die Zahlen der Coronavirusinfizierten steigen in Baden-Württemberg. Die Landesregierung hat deshalb die zweite Stufe des Pandemiealarms verkündet. 

Stuttgart. Baden-Württemberg setzt wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen erstmals die zweite Corona-Sicherheitsstufe im Kampf gegen die Pandemie in Kraft. Was das bedeutet, haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Sozialminister Manne Lucha am Dienstag, 6. Oktober, erläutert. Lucha betonte vor allem die Bedeutung der Nachverfolgung von Infektionsketten. Deshalb werde auch in Gaststätten und Kneipen verstärkt kontrolliert, dass Kontaktlisten ordentlich ausgefüllt werden. "Wir müssen jetzt alles tun, damit sich kein exponentieller Anstieg entwickelt", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Zuletzt waren es in Baden-Württemberg im Schnitt über 280 Neuinfektionen pro Tag. Tendenz steigend. Und die 7-Tage-Inzidenz liegt mittlerweile landesweit bei über 16 Fällen pro 100.000 Einwohner. Wir müssen jetzt alles tun, damit sich keine zweite Infektionswelle aufbaut. Und deshalb haben wir heute die zweite Pandemiestufe für Baden-Württemberg ausgerufen — Das ist die Hab-Acht-Stufe, so Kretschmann. 

In der zweiten Stufe des Corona-Sicherheitskonzepts wird es erstmal verstärkt Hinweise an die Bevölkerung geben, die Regeln einzuhalten, sowie engmaschigere Kontrollen zur Einhaltung der Regeln – sei es im öffentlichen Verkehr, im Einzelhandel oder der Gastronomie. Wir handeln mit Augenmaß. Wir wollen drastische Maßnahmen möglichst vermeiden. Die Ampel steht auf Gelb. Deshalb sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen, sagt Kretschmann. 

Die Politik alleine könne die Pandemie nicht bewältigen. Das können wir nur alle zusammen. Handeln wir jetzt so, dass wir das Erreichte nicht durch Leichtsinn gefährden! Deshalb bitte ich Sie – halten Sie sich weiter an die AHA-Regeln: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen. Achten Sie auch auf regelmäßiges Lüften in geschlossenen Räumen, so Kretschmann weiter. 

Wie die Corona-Sicherheitsstufen definiert sind: 

Entscheidend ist die Sieben-Tage-Inzidenz Die grün-schwarze Landesregierung hatte im September ein dreistufiges Alarm-System vorgestellt, um eine zweite Corona-Infektionswelle und einen landesweiten Lockdown unter allen Umständen zu verhindern. Entscheidend für die Einstufung dabei ist die Sieben-Tage-Inzidenz. Sie zeigt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner.

Aber auch andere Faktoren spielten bei der Bewertung eine Rolle, etwa die absoluten Infektionszahlen, die Zahl der Tests oder der Reproduktionswert (R-Wert), der angibt, wie viele Menschen ein Erkrankter im Schnitt mit dem Virus ansteckt.

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