Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler

Und das alles auf unsere Kosten! Krasse Steuerverschwendungen in BaWü aufgedeckt

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Das „Schwarzbuch“ zeigt auf, wo in Baden-Württemberg Steuern verschwendet werden.
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Stuttgart: Im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler hagelt es Kritik für irre Steuerverschwendungen. Einige Proekte machen sprachlos...

Was der Bund der Steuerzahler aktuell anprangert, dürfte dem ein oder anderen Bürger so gar nicht gefallen. Teure Projekte, die in die hunderttausende Euro gehen – und nichts bringen. Nach Sicht des Vereins könnten in der Region Stuttgart viele Gelder gerettet werden. Es ist nicht das erste Mal: Auch im vergangenen Jahr gab es immense Steuerverschwendungen*.

Stuttgart: Steuerverschwendung im ganz großen Stil – Kritik für mehrere Projekte

Gegen ein Vogelschutzgebiet werden nicht alle Bürger etwas sagen. Auch nicht, wenn es Geld kostet. Ob es allerdings 85.000 Euro für eine Holzwand sein müssen, das wird diskutiert. Die Stuttgarter Nachrichten schreiben dazu: „Die Kritik: „Weil im Vorfeld keine Alternativen geprüft worden sind, sorgt jetzt die 85.000 Euro teure Wand am Max-Eyth-See für großen Ärger und viel Unverständnis.“ Die Stadt Stuttgart reagiert auf die Kritik so: „Es handelt sich um ein Vogelschutzgebiet, hier leben Nachtreiher und Schwarzmilane – beide vom Aussterben bedroht. Ihr Bestand ist durch strenge Vorgaben geschützt. Der See ist zugleich ein beliebtes Ausflugs- und Erholungsziel. Dies wollen und müssen wir in Einklang bringen, daher haben wir für 16 000 Euro eine Holzwand errichtet, die den Vögel den Rückzug ermöglichen soll. Sparsam wie wir sind, haben wir Aussparungen gemacht, die Interessierten Einblicke auf die Vögel gewähren.“ 

Keiner nutzt die Fahrradgaragen in Stuttgart: Steuergelder verschwendet?

Auch nicht ohne: Fahrradgaragen ohne Fahrräder drin. Auf drei Standorte verteilt gibt es in der Landeshauptstadt 200 Fahrradgaragen. Ein schönes Angebot, vermutlich. Es wird nur nicht genutzt. Für schlappe 662.000 Euro wurden die Garagen erichtet, eingenommen habe man durch Vermietung bisher 2.340 Euro. Zur Info: Die Betriebskosten liege allein schon bei 8.000 Euro.

Stadt äußert sich zu Kritik an Steuerausgaben in Stuttgart

Zu dieser Kritik äußert sich die Stadt ebenfalls. Im Bericht der Stuttgarter Nachrichten heißt es: „Der Ausbau der Abstellanlagen sei Teil des Grundsatzbeschlusses Radverkehr. Fahrradgaragen bieten eine gute, kostengünstige Lösung, wetter- und diebstahlsicher Fahrräder abzustellen. Laut Ermittlung der Deutschen Bahn liege die Summe neu zu schaffender Stellplätze am Hauptbahnhof bei 2000. „Ganz konkrete Nachfragen kommen häufig aus Wohngebieten mit historischen Gebäuden und alter Bausubstanz, die nicht über Fahrradabstellmöglichkeiten verfügen.“

Und damit ist es noch nicht genug. Das „Schwarzbuch“ zeigt noch einige weitere Steuersünden auf, bei welchen einem sicher auch andere Wege einfallen würden, derartige Geldsummen zu investieren. *echo24.de ist Teil von IPPEN-MEDIA.

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