DWD warnt vor hoher Waldbrandgefahr

Baden-Württemberg kämpft mit Hitze: Erster Waldbrand in Stuttgart – DWD warnt

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Baden-Württemberg hat mit Trockenheit zu kämpfen: In Stuttgart hat es am Freitagabend den ersten Waldbrand gegeben. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer sehr hohen Waldbrandgefahr am Wochenende.
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Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer erhöhten Waldbrandgefahr am Wochenende. In Stuttgart hat es am Freitagabend den ersten Waldbrand gegeben.

Eine Hitzewelle sorgt aktuell für Temperaturen weit über 30 Grad in Baden-Württemberg. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt nicht nur vor einer hohen Wärmebelastung und einer sehr hohen UV-Gefährdung, sondern auch vor einer erhöhten Waldbrandgefahr am Wochenende. Baden-Württemberg hat aufgrund von fehlenden Niederschlägen mit Trockenheit zu kämpfen, wie echo24.de berichtet. Den ganzen Sommer über soll es wohl zu trocken bleiben. Am Freitagabend hat es in Stuttgart bereits den ersten Waldbrand gegeben. Die Feuerwehr gibt Tipps, wie sich bei der aktuellen Hitze und Trockenheit richtig verhalten werden sollte.

Hitzewelle trifft auf Baden-Württemberg: Erster Waldbrand in Stuttgart

Am Freitagabend meldeten gegen 20 Uhr zahlreiche Anrufer eine starke Rauchentwicklung in einem Waldgebiet im Bereich Vogelrainklinge. Ein Polizeihubschrauber wurde für die Suche nach der Brandstelle eingesetzt. Wie die Feuerwehr mitteilt, erstreckte sich die Brandstelle über eine Fläche von ca. 40 Quadratmetern. Die Feuerwehr konnte den Brand gegen 22 Uhr unter Kontrolle bringen.

Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich schwierig, da der Boden zum Teil aufgebrochen werden musste, um letzte Glutnester zu löschen. Gegen 23:30 Uhr konnte der Einsatz der Feuerwehr beendet werden und die Einsatzstelle für weitere Ermittlungen an die Kriminalpolizei übergeben werden.

Hohe Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg: Darauf sollte besonders geachtet werden

Die Feuerwehr Stuttgart weist auf die hohe Wald- und Flächenbrandgefahr in den kommenden Tagen hin. Auch der Deutsche Wetterdienst warnt vor einem „teils sehr hohen Waldbrandgefahrenindex.“ Zudem hat die Feuerwehr Stuttgart aus gegebenem Anlass einige Sicherheitshinweise veröffentlicht:

  • Vom 1. März bis 31. Oktober gilt im Wald ein grundsätzliches Rauchverbot.
  • Feuermachen ist nur an den offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen auf den Grillplätzen erlaubt. Aufgrund der hohen Brandgefahr sind bis auf Weiteres alle Feuerstellen im Stadtgebiet Stuttgart gesperrt!
  • Das Grillen im Wald auf mitgebrachten Grillgeräten ist nicht gestattet.

Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt (GFF) in Stuttgart weist darauf hin, dass ein Feuer im Wald schon durch die Glasscherben einer weggeworfenen Flasche verursacht werden kann. Ebenso verheerend wirken unachtsam weggeworfene Zigaretten, aber auch Funkenflug kann schnell ein Feuer verursachen.

„Feuer entstehen sehr häufig durch Unachtsamkeit“, warnte das Kreisforstamt Freudenstadt in dem Zusammenhang, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. „Die weggeworfene Zigarettenkippe zählt hierzu genauso wie die unachtsam liegen gelassene Flasche oder das Verlassen eines ungelöschten Grillfeuers an einer hierfür vorgesehenen Grillstelle.“

Hohe Waldbrandgefahr: Richtiges Verhalten – bei Feuer immer den Notruf wählen

Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich einen Brand bemerke? Wer einen Wald- oder Flächenbrand entdeckt, sollte sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmiert werden. Die Feuerwehr weist darauf hin, dass immer der Notruf gewählt werden sollte, auch wenn der Brand „noch so klein ist“. Weiter heißt es: „Beschreiben Sie den Ort und den Anfahrtsweg so gut wie möglich, damit die Einsatzkräfte schnellstmöglich mit den Löscharbeiten beginnen können.“

Hilfreich ist es auch, sich als Lotse an markanten Punkten oder Kreuzungen aufzustellen und den Einsatzkräften den Weg zur Einsatzstelle zuweisen. Wer bereits selbstständig ein Feuer gelöscht hat, sollte dennoch die Feuerwehr zur Nachkontrolle rufen. Denn wie bei dem Waldbrand in Stuttgart am Freitagabend können auf den ersten Blick nicht sichtbare Glutnester unter der Erde entstehen.

Hitzewelle trifft Baden-Württemberg: DWD warnt vor hoher Wärmebelastung

Bei der aktuellen Hitze ist allgemein Vorsicht geboten. Schnell kann es zu einem Sonnenstich kommen. echo24.de berichtet, was bei einem Hitzeschlag helfen kann. Am besten ist es natürlich, erst gar keinen zu bekommen. Diese 6 Tipps sorgen für Abkühlung an heißen Sommertagen. Wer keine Klimaanlage hat, kann diese übrigens ganz einfach selber bauen – dabei gibt es zwei Varianten der „Do-it-yourself“-Klimaanlage.

Und ganz wichtig: Bei diesen Temperaturen sollten Kinder und Hunde niemals im Auto gelassen werden, denn das Auto wird schnell zur tödlichen Falle. Wer ein Kind bei Hitze alleine im Auto entdeckt, sollte sofort richtig handeln.

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