Aalener Industriemesse an der Hochschule erstmals digital

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Bei der Eröffnung der Aalener Industriemesse in der Hochschule in Aalen wurde Fabian Schäfer von Markus Kilian (links) und Konrad Grimm für sein Engagement ausgezeichnet.
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Premiere nach 25 Jahren an der Hochschule. Die AIM läuft ausschließlich über eine Online-App. Förderpreis geht an Fabian Schäfer.

Aalen

Die Aalener Industrie Messe (AIM) der Hochschule feiert bei der diesjährigen Eröffnung Premiere. Erst 2019 jährte sich die Messe zum 25. Mal. Das Besondere in diesem Jahr ist, dass die Messe coronabedingt nur online stattfindet. Von 9.30 bis 17 Uhr konnten sich Studierende an diesem Mittwoch bei unterschiedlichen Unternehmen über mögliche Berufswege informieren. Doch wie soll das online funktionieren?

Das Konzept funktioniert mit einer Online-App. "Insgesamt 60 Unternehmen nehmen in diesem Jahr an der Messe teil und sind in der App gespeichert", erklärt Organisatorin Pia Wagner. Das seien natürlich deutlich weniger, als bei den präsenten Veranstaltungen. "In den vergangenen Jahren haben meist um die 160 Unternehmen teilgenommen", sagt Wagner. Die Suche nach Unternehmen, die bei der Messe teilnehmen, erwies sich coronabedingt deshalb auch als deutlich schwieriger. "Um diese 60 für die Messe zu gewinnen, brauchte es viel Überzeugungsarbeit", sagt Wagner. Viele der Unternehmer hätten sich skeptisch geäußert. Zudem seien wegen der Pandemie weniger Betriebe bereit, jemand einzustellen.

Die App funktioniert ähnlich wie ein Messestand. So erhalten die Studierenden in der App einen kompletten Überblick über die unterschiedlichen Unternehmen. "Wer sich angesprochen fühlt, kann es ‚liken'", sagt Wagner. Wenn das Unternehmen dem Studierenden ebenfalls ein "like" gibt, dann kommt es zu einem "Match". "Nun können die Studierenden und die zuständigen Vertreter ein 15- bis 30-minütiges Gespräch führen. Natürlich auch nur digital", erklärt Wagner.

Um diese 60 für die Messe zu gewinnen, brauchte es viel Überzeugungsarbeit.

Pia Wagner Studierende und Mitorganisatorin

"Wir sind froh, dass sich das Organisationsteam so große Mühe gemacht hat und die AIM nicht abgesagt werden musste", sagt Prof. Dr. Gerhard Schneider. Der Hochschulrektor vergleicht die Online-Messe mit einer Präsenz-Messe. "Diesmal gibt es keine Gänge, in denen die Studierenden dicht gedrängt von Stand zu Stand ziehen", sagt der Rektor. Zwar sei es diesmal eine große Herausforderung, doch der Austausch mit den Firmenvertretern sei für die Zukunft der Studierenden wichtig. Dass das auch funktioniert, beweisen die 1000 Matches, die bereits entstanden seien, sagt Schneider.

Auch der Wirtschaftsförderer der Stadt Aalen, Felix Unseld, sieht diese Herausforderung als neue Chance. Mit dieser adäquaten Lösung zeigen die Studierenden auch hier, dass sie nicht nur Konzepte präsentieren, sondern sie auch durchsetzen. "Trotz allem hoffen wir, dass die AIM nächstes Jahr wieder eine Präsenz-Veranstaltung ist."

Zum Abschluss überreichen die Vorsitzenden des Fördervereins, Markus Kilian und Konrad Grimm, Student Fabian Schäfer, den Förderpreis für sein soziales Engagements. 15 Mal hat er sich ehrenamtlich eingesetzt; so war er etwa Mitglied im Senat der Hochschule und Semestersprecher.

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