Antras jetzt mit Sitz in Hüttlingen

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Geschäftsführer und Firmengründer Manfred Abele eröffnete den neuen Firmensitz in Hüttlingen.
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Der Spezialanlagenbauer hat seinen neuen Firmensitz mit Festabend und Tag der offenen Tür eröffnet. Umzug von Aalen-Fachsenfeld ins Gebiet Bolzensteig IV. 

Hüttlingen

Mit mehr als 20.000 Quadratmetern Grundfläche und 5100 Quadratmetern Produktionsfläche hat der neue Sitz der Anlagenbaufirma Antras in Hüttlingen stolze Ausmaße. Dementsprechend bewunderte eine große Menge Menschen beim Eröffnungsfestakt am Freitag und dem anschließenden Tag der offenen Tür die zehn Meter hohen Hallen, das Schienentransportsystem, den Kran vor dem Gebäude und den Rest der Einrichtungen.

"Es ist ein Riesen-Ding geworden", sagte geschäftsführender Gesellschafter Manfred Abele stolz in seiner Festrede. Er hat das Unternehmen für Stahlbau-Sonderlösungen, Krantechnik, Tragwerke und Anlagenbau 2005 am Standort Aalen-Fachsenfeld gegründet. "Passgenaue Lösungen" möchte Antras nicht nur für die Kunden, sondern auch für die Firma selbst. "Passgenau" sei der Standort in Fachsenfeld aber zum Schluss nicht mehr gewesen: "Bis 2019 hatten wir am Standort Aalen-Fachsenfeld die Kapazitätsgrenze endgültig erreicht beziehungsweise deutlich überschritten", so Abele. Ein Erweiterungsbau in Fachsenfeld  sei unter anderem an "Grundstücksbeschaffung", "endlosen Verhandlungen", "Kompromissen, "Verordnungen" sowie "vielen Rückschlägen und Entttäuschungen" gescheitert.

Im Januar 2019 fiel die Entscheidung für einen neuen Firmenstandort. Das Pendel schlug zugunsten des Hüttlinger Gewerbegebiets Bolzensteig IV aus. Der Bau lief problemlos und der Umzug startete im Sommer 2021. "Als oberstes Ziel war uns wichtig, keine Mitarbeiter durch die Standortverlegung zu verlieren", betonte Abele. Die Zahl der Beschäftigten sei sogar aufgestockt worden: Derzeit arbeiten 84 Personen bei Antras. Flächenmäßig habe sich Antras um den Faktor 4 vergrößert, das Gebäudevolumen habe sich gegenüber Fachsenfeld um den Faktor 7 vergrößert.

Über die gesetzlichen Vorgaben hinaus hat Antras das neue Firmengebäude als Kfw-55-konformen Bau geplant. Wärmetauscher sorgen dafür, dass 76 Prozent der Energie, die für Hallenbelüftung und -entlüftung sowie Lackieranlage und Waschplatz anfallen, zurückgewonnen und der Heizung zugeführt werden. Eine Photovoltaikanlage trägt dazu bei, den Eigenstrombedarf zu decken: "Uns ist es ein Anliegen, zu mindestens 80 Prozent energieautark zu werden", so Abele.

Die Antras-Mitarbeiterselbst entwickelten, konstruierten, fertigten und montierten nicht nur sämtliche Stahlbaukomponenten im Neubau, sondern auch das gesamte Transportsystem: "Wie bei einer gut durchdachten Modelleisenbahn verlaufen unsere Transportwege innerhalb des Gebäudes über Schienen und Transportwagen in alle gewünschten Richtungen" , erklärte Abele. Die Verwaltungsräume nehmen 1260 Quadratmeter Fäche ein.

Hüttlingens stellvertretende Bürgermeisterin Heidi Borbély hieß Antras beim Festabend herzlich willkommen: "Wir Hüttlinger sind dankbar, dass sich Manfred Abele, der schon seit vielen Jahren in Hüttlingen wohnt, auch für einen Firmensitz hier entschieden hat", sagte sie und fügte hinzu: "Durch gewachsenes Know-how und individuelle, passgenaue Lösungen haben sie sich einen Namen gemacht. Die Verwaltung und der Gemeinderat sind stolz, eine so innovative Firma nach Hüttlingen geholt zu haben". Borbély lobte auch die Bemühungen um den Naturschutz. Im Außenbereich des Firmengebäudes ist eine Blumenflora für Schmetterlinge und Bienen angelegt worden. Auf dem Hügel an der hinteren Seite finden sich nun eine Blumenwiese, eine Obstbaumallee und ein Biergarten mit Platanen.

Zur Eröffnung erlaubte Antras den Blick in die Produktionshallen.

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