Arbeitslosenzahl in der Region steigt – allerdings nur leicht

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Die Arbeitslosenquote ist im Januar 2022 leicht auf 3,4 Prozent gestiegen.

Der Arbeitsmarkt in der Region zeigt sich robust. Firmen haben fast 4000 Stellen zu besetzen.

Aalen. Im Januar 2022 waren mehr Menschen in der Region Ostwürttemberg arbeitslos als noch im Dezember. Wie die Agentur für Arbeit in Aalen mitteilt, ist die Zahl um 411 auf 8649 Menschen gestiegen. Diese Entwicklung kommt für Claudia Prusik, Chefin der Aalener Arbeitsagentur nicht unerwartet. „Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit in einem Januar ist durchaus üblich und wir hatten ursprünglich insbesondere mit Blick auf die Auswirkungen der Omikronwelle mit einer größeren Zunahme gerechnet.“ Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren im Januar 20 Prozent weniger Personen arbeitslos gemeldet, als das noch im vergangenen Januar.

So liegt die Arbeitslosenquote mit aktuell 3,4 Prozent deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (4,3 Prozent lag). Und: Im Vor-Corona-Januar 2020 gab es in Ostwürttemberg 169 Arbeitslose mehr als aktuell. „Das heißt, wir haben auf dem Arbeitsmarkt das „Vorpandemieniveau“ erreicht und ich hoffe, dass das auch so bleibt“, so Prusik, die den Start des Arbeitsmarktes ins aktuelle Jahr als „recht gelungen“ bezeichnet. Sie blickt zuversichtlich auf die kommenden Monate. „Wir sind eine starke Region mit starken Unternehmen und Netzwerken, die wir zweifelsohne künftig brauchen werden, um den Wandel der Arbeitswelt gut zu begleiten und im Wettbewerb mit anderen Regionen die Nase vorne zu haben.“

Vergleich. In der Region variiert die Arbeitslosenquote vom Bereich Ellwangen (1,9 Prozent) bis zum Bezirk Heidenheim (4,0). Dazwischen liegen Aalen (2,9), Bopfingen (3,4) und Gmünd (3,8). Zu Vergleich: In Baden-Württemberg sind derzeit 3,6 Prozent arbeitslos gemeldet.

Kurzarbeit. Im Januar ist die Zahl der Betriebe, die Kurzarbeit angemeldet haben, im Vergleich zum Vormonat gesunken. Insgesamt zeigten 85 Betriebe für 977 Beschäftigte Kurzarbeit an. Im Dezember 2021 waren es 128 Betriebe für 1302 Beschäftigte.

Offene Stellen. Die Betriebe in der Region haben der Agentur im Januar 1072 zu besetzende Arbeitsstellen gemeldet. Insgesamt liegt die Zahl der offenen Stellen bei fast 4000.

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