Arbeitsmarkt "stabil und aufnahmefähig"

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Vor der Arbeitsagentur Aalen.

Trotz leichten Sommeranstiegs bleibt die Arbeitslosigkeit im Juli auf niedrigem Vor-Corona-Niveau.

Aalen

Wie im Sommermonat Juli üblich, ist die Arbeitslosigkeit in Ostwürttemberg leicht gestiegen. Aber auch dieser Anstieg ist in diesem Jahr milder ausgefallen als sonst. „Unser Arbeitsmarkt zeigt sich stabil und aufnahmefähig“, teilt die Arbeitsagentur Aalen mit.  Die Arbeitslosenquote betrug 3,3 Prozent, 0,3 Prozent unter dem Landesdurchschnitt. 

8422 arbeitslos gemeldete Personen gab es im Juli in Ostwürttemberg, 76 Personen mehr als im Juni, aber 817 weniger als vor einem Jahr. Im Raum Ellwangen lag die Arbeitslosenquote bei 2,1 Prozent, in Aalen bei 2,9 Prozent, in Schwäbisch Gmünd bei 3,6 Prozent und im Raum Bopfingen sowie im Landkreis Heidenheim bei 3,8 Prozent.

„Wie jedes Jahr in den Sommermonaten verzeichnen wir einen leichten Anstieg in der Arbeitslosigkeit“, so Ralf Steeg, operativer Geschäftsführer in der Agentur für Arbeit Aalen:  "Oftmals kommen in dieser Zeit Menschen zu uns, die gerade ihre Ausbildung oder ihre Bildungsmaßnahme beendet haben und erfahrungsgemäß gleich wieder nach den Sommerferien eine Anstellung finden.“ Den prozentual stärksten Anstieg mit 7,4 Prozent zum Vormonat gab es denn auch bei den Jugendlichen aufgrund der endenden Ausbildungsverhältnisse.

Seit dem 1. Juni werden die ukrainischen Geflüchteten durch die Jobcenter betreut. Aktuell sind 1579 Geflüchtete im Jobcenter Heidenheim und im Jobcenter Ostalbkreis gemeldet – dies ist ein Anstieg von 44 Personen im Vergleich zum Vormonat.

In der Agentur für Arbeit Aalen mit den Geschäftsstellen Bopfingen, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd und Heidenheim, werden 4074 Personen betreut. 4348 Personen werden derzeit vom Jobcenter Heidenheim und dem Jobcenter im Ostalbkreis betreut, was einen Anteil von 51,6 Prozent an allen Arbeitslosen ausmacht.

„Die Gesamtnachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften ist in Ostwürttemberg nach wie vor hoch“, so Ralf Steeg. 941 neu zu besetzende Arbeitsstellen meldeten die Ostwürttemberger Betriebe den Vermittlungsfachkräften der Arbeitsagentur und der Jobcenter diesen Monat. Damit standen insgesamt 5290 Arbeitsstellen zur Besetzung zur Verfügung.

Allein aus dem Produktions- und Fertigungsbereich sind 1945 Angebote und damit 36,8 Prozent aller bei der Agentur für Arbeit Aalen gemeldeten Stellen. Sehr gefragt ist auch Personal für den Bereich Verkehr/Logistik/Schutz und Sicherheit mit 927 Stellen, sowie der Bereich Ge-sundheit, Soziales, Lehre und Erziehung mit 700 Stellenangeboten.

Im Juli ist die Zahl neuer Anzeigen zur Kurzarbeit im Vergleich zum Vormonat weiter rückläufig. Insgesamt zeigten sieben Betriebe für 38 Beschäftigte Kurzarbeit an. Im Juni 2022 waren es zwölf Betriebe für 102 Beschäftigte. Die am stärksten von Kurzarbeit betroffenen Bereiche seien das verarbeitende Gewerbe, vor allem in der Metall- und Elektroindustrie, der Einzelhandel und die Gastronomie.

Arbeitsmarkt Juli 2022

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