Aus der Krise in die Arbeitswelt von morgen

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"Remote work", das Arbeiten von zu Hause oder jedem beliebigen Ort aus, gehört zu den Megatrends, die unsere Arbeitswelt umkrempeln.

Pauline Weritz und Janick Oswald von „Vaerk“ zeigen auf, wie Unternehmen die Megatrends für sich nutzen können.

Schwäbisch Gmünd

Die Arbeitswelt verändert sich. Spätestens mit der Pandemie wurde das sehr deutlich vor Augen geführt. Doch auch bereits davor hat mit den aktuellen Megatrends wie Urbanisierung, Neo-Ökologie und New Work ein Wandel Einzug gehalten, der sich auf alle Bereiche des täglichen Lebens und Arbeitens auswirkt: Was macht das mit den Menschen? Wie gehen sie damit um? Antworten haben Pauline Weritz und Janick Oswald, Gründer der Zukunftswerkstatt „Vaerk“ aus Heidenheim. Im Rahmen des Unternehmertreffs digital der Wirtschaftsförderung Region Ostwürttemberg (WiRO) gaben sie einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen und zeigten Chancen sowie Herausforderungen für Unternehmen auf.

„Die Megatrends – die Blockbuster unserer Zeit – wirken auf den ersten Blick teils sehr beängstigend. Doch wer sich mit den Trends beschäftigt, kann Unsicherheiten abbauen“, meinte Oswald. Mit wissenschaftlich fundierten Zukunftsanalysen ließen sich Lernszenarien erstellen, anhand derer konkrete Handlungsmaßnahmen abgeleitet werden könnten. „Es ist zwar nicht der berüchtigte Blick in die Glaskugel, aber es hilft, sich trotzdem auf das möglich Kommende vorzubereiten“, erklärte der junge Unternehmer.

Besonders ein Megatrend habe während der Pandemie nochmals enorm an Bedeutung gewonnen: Die Digitalisierung wirke sich erheblich auf die Arbeitswelt aus und verändere diese. Insbesondere für den ländlichen Raum eröffne beispielsweise „Remote work“ (Telearbeit) ganz neue Möglichkeiten. Doch auch die Frage nach dem Sinn der eigenen Tätigkeit stellten sich zunehmend mehr Fachkräfte, vor allem der jüngeren Generation.

Es veränderten sich also nicht nur die Anforderungen an die Mitarbeiter, sondern auch an die Arbeitgeber. Vaerk berate und unterstütze Unternehmen dabei mit konkreten Handlungsempfehlungen. Neben der sogenannten „Digitalvaerkstatt“ für die Umsetzung digitaler Events, Workshops und Zusammenarbeit biete die „Zukunftsvaerkstatt“ Methoden und Werkzeuge für Innovation, Kreativität und New Work an.

„Das Wissen und das Bewusstsein für die Thematik ist in den Unternehmen bereits vorhanden“, sagte Weritz. „Die Aufgabe ist es jetzt, den Mitarbeitenden zu signalisieren: Wir beschäftigen uns damit und setzen die neuen Modelle tatsächlich um. Damit bleiben Sie als Arbeitgeber vor allem für junge Fachkräfte attraktiv und können Ihren Unternehmenserfolg langfristig sichern.“

Im Rahmen des regelmäßig stattfindenden „Unternehmertreff digital“ lädt die WiRO die regionalen Unternehmen sowie Wirtschaftsakteure bei einem digitalen Austausch dazu ein, aktuelle fachspezifische Themen auf dieser Plattform zu diskutieren und ermuntert zu einem Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Unternehmerinnen und Unternehmer haben die Möglichkeit, ihr Unternehmen und ihr Fachthema vor einem breiten Publikum zu präsentieren sowie Impulse von außen zu erhalten. Die Teilnehmenden erhalten Einblick in das Arbeitsumfeld anderer Betriebe und ebenfalls Impulse für die eigene Arbeit.

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