Kommentar

Autos bleiben für manche unverzichtbar

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Bernhard Hampp
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Bernhard Hampp über Handwerker und das Parken.

Natürlich gelten Parkverbote nicht ohne Grund. Nichts ist ärgerlicher als ein blockiertes Auto oder eine zugeparkte Einfahrt. Wenn Rettungswege zugestellt sind, kann das sogar lebensgefährlich sein. Überhaupt: Dass in den Städten immer weniger Flächen für Fahrzeuge (oder besser gesagt: Stehzeuge) zur Verfügung stehen und diese wenigen immer mehr kosten, zeigt, wohin die Reise geht. Langfristig soll Mobilität in den Innenstädten weitgehend ohne Privatautos möglich sein. Und was nicht fahren darf, soll erst recht keine Fläche blockieren. Aber das ist die Theorie – in der Praxis können viele aus unterschiedlichen Gründen nicht auf das Auto verzichten. Handwerker beispielsweise stöhnen unter immer restriktiveren Auflagen, nicht nur in Großstädten. Sollen sie den Heizkörper etwa mit dem Bus bringen? Den Bauschutt mit dem schicken Lastenfahrrad abtransportieren? Oder lieber einen Punkt in Flensburg riskieren? Sicher nicht. Aber auch zu viel Bürokratie kann das Leben schwer machen. Ein unkomplizierter Handwerkerparkausweis, wie es ihn im Rems-Murr-Kreis gibt, könnte hier eine vernünftige Lösung sein. Ganz autofrei werden sie wohl niemals werden, unsere Städte. Und wenn doch, ist es ein weiter Weg, der in behutsamen Schritten begangen werden sollte.

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