Azubi-Card für Handwerker

  • Weitere
    schließen
+
Auszubildende im Handwerk sollen profitieren.

Auszubildende in den Handwerksbetrieben der Ostalb sollen nun ähnliche Vorteile wie Schüler und Studierende bekommen.

Ulm. Die Handwerkskammer Ulm, zu deren Gebiet auch der Ostalbkreis gehört, führt die sogenannte Azubi-Card ein. Rund 8000 Auszubildende in den Handwerksbetrieben zwischen Ostalb und Bodensee erhalten erstmals diesen Ausweis, mehr als 6500 Auszubildende der IHK-Region Ulm nutzen die Angebote bereits. Die Industrie- und Handelskammer Ulm hat die Azubi-Card vergangenes Jahr eingeführt: Deren Gebiet erstreckt sich über die Landkreise Biberach und Alb-Donau-Kreis sowie die Stadt Ulm.

Die Auszubildenden bekämen damit – ähnlich wie Schüler oder Studierende – Zugang zu Vergünstigungen und Vorteilen, so die Handwerkskammer. Das können Rabatte bei Bäckern, Friseuren, Werkstätten, im Einzelhandel oder der Gastronomie sein. Die jungen Menschen erhalten als Privatperson deutschlandweit Vergünstigungen, zum Beispiel im Freibad oder Kino oder auch im ÖPNV.

"Geldströme lenken Bildungsströme. Junge Menschen haben ein feines Gespür dafür, was politisch gewollt und gefördert wird. Deshalb ist es schön, dass wir bei unseren Auszubildenden nun zeigen können: Ihr seid gewollt. Wir schätzen euch. Deshalb erhaltet ihr viele Vorteile", sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm.

656 Handwerksbetriebe im Ostalbkreis bilden aus

Max-Martin W. Deinhard, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ulm, unterstreicht: "Damit wird nicht nur die Attraktivität der dualen Ausbildung erhöht, sondern den Auszubildenden auch die Wertschätzung entgegengebracht, die sie verdienen." Insgesamt 660 Angebote deutschlandweit gibt es schon durch die AzubiCard. Eine Beteiligung als Betrieb hat auch einen Werbeeffekt: Azubis nehmen die Angebote wahr, kommen dafür vor Ort in das jeweilige Geschäft oder in die Werkstatt und bleiben dann dort im Idealfall hängen. Junge Menschen seien aber nicht nur potenzielle und dauerhafte Kunden, sondern auch die Fachkräfte von morgen, so die Anbieter. Die Beteiligung sei also auch ein Fachkräfte-Marketinginstrument für einen Betrieb.

Junge Menschen haben ein feines Gespür dafür, was politisch gewollt und gefördert wird.

Tobias Mehlich Handwerkskammer Ulm

Die Azubi-Card-Website verzeichnet laut den Anbietern täglich mehr als 600 Zugriffe. Die Tendenz sei deutlich steigend, immer mehr Betriebe würden Partner. Schon heute bieten viele Betriebe Vergünstigungen für Azubis an. Bisher habe die gemeinsame Plattform gefehlt, um das Angebot bekannt zu machen. Die Eintragung von Betrieben auf Azubicard.de ist kostenlos.

Im Ostalbkreis und den anderen Landkreisen, die von der Handwerkskammer Ulm betreut werden, erhält jeder, der einen Ausbildungsvertrag unterschrieben hat, die Azubi-Card automatisch zugeschickt. Aktuell bilden insgesamt 3410 Handwerksbetriebe im Gebiet der Handwerkskammer Ulm aus. Im Ostalbkreis sind es 656, im Landkreis Heidenheim 282 Betriebe.

Infos gibt es unter www.azubicard.de

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft Regional

WEITERE ARTIKEL