Bauwerk-4 stellt personelle Weichen

  • Weitere
    schließen
+
Wolfgang Weber (links) und sein Nachfolger Thomas Gröber.
  • schließen

Wolfgang Weber verlässt die operative Führung des Aalener Baudienstleisters. Wer sein Nachfolger ist – und was dieser mit dem Unternehmen vorhat.

Aalen

Die Aalener Bauwerk-4 hat die Weichen für die Zukunft gestellt: Wolfgang Weber, Gründungsmitglied und aktuell geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, hat sich mit Ende des Jahres aus der operativen Führung verabschiedet. Sein Nachfolger beim Spezialisten für Gewerbebauten ist ein bekannter Bau-Experte in der Region: Thomas Gröber wechselte von der Kreissparkasse Ostalb zu dem mittelständischen Architekturbüro und Projektentwickler.

Er ist bei Bauwerk-4 nun Prokurist und technischer Leiter. "Wolfgang Weber ist einer der Gründe für den Erfolg von Bauwerk-4", erklärt Geschäftsführer Dieter Scherer, der das Unternehmen nun gemeinsam mit Andreas Gauger, Andreas Grundler und Thomas Gröber führt. "Mit Thomas Gröber haben wir den passenden Nachfolger für Wolfgang Weber gefunden. Er ist für Bauwerk-4 ein absoluter Glücksfall." Gauger sagt: "Thomas Gröber bringt alles mit: von der praktischen Erfahrung auf Baustellen hin zum architektonischen Know-how. Das gibt es in dieser Kombination nicht sehr häufig." Bereits seit rund einem halben Jahr ist Gröber für Bauwerk-4 tätig, um den Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten. Lange gebraucht, um anzukommen, hat Gröber nicht. "Durch verschiedene Projekte waren wir bereits zuvor immer wieder im Austausch."

Als die Anfrage kam, musste er nicht lange zögern. "Bauwerk-4 ist ein top-geführtes, am Markt etabliertes und erfolgreiches Unternehmen", so Gröber, der die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre nun fortsetzen will. "Ich freue mich auf die zahlreichen spannenden Projekte von Bauwerk-4 in der Region und darüber hinaus." Der Gewerbebau sei ein herausforderndes Geschäftsfeld. "Aber das liegt mir, ich stelle mich gern anspruchsvollen Aufgaben", sagt Gröber, der bei der Kreissparkasse für die Realisierung zahlreicher Neubauprojekte und das Immobilienmanagement verantwortlich war. Mit dem Wechsel wechselt er die Perspektive – und damit quasi auf die andere Seite des Schreibtisches, denn statt Aufträge zu vergeben wird er diese künftig realisieren. "Das ist für mich eine unglaublich reizvolle Angelegenheit, zu einem mittelständischen Unternehmen zu wechseln, das in den vergangenen Jahren unglaublich agil, innovativ und erfolgreich zahlreiche Projekte realisiert hat", sagt Gröber, der schon immer "auf dem Bau" zu Hause war.

Thomas Gröber bringt alles mit.

Dieter Scherer Bauwerk-4

Bereits vor rund 40 Jahren startete er als Bauzeichner, qualifizierte sich später zum Bautechniker, absolvierte erfolgreich die Prüfung zum Architekten bei der Architektenkammer Baden-Württembergs und übernahm im Anschluss früh Personalverantwortung als Projektleiter unter anderem bei einem regionalen Baudienstleister, ehe er im Jahr 2003 zur Kreissparkasse Ostalb wechselte. Dort leitete er zuletzt die fürs Facility Management zuständige Bauabteilung.

"Die Intention hinter dem Wechsel ist auch, mich persönlich weiterzuentwickeln", erklärt er im Interview mit dieser Zeitung. Als seine Stärken nennt Gröber vor allem die Zielstrebigkeit. "Ich arbeite gerne geradlinig, strukturiert und lösungsorientiert." Bei Bauwerk-4 plant er, die bestehenden, gut eingespielten Prozesse und Schnittstellen weiter zu optimieren, die Dienstleistungen für die Bauherren auszubauen und neue Kunden- sowie Zielgruppen zu erschließen. "Gerade Banken treten derzeit verstärkt als Bauherr und Investor auf. Mit meiner langjährigen Branchenerfahrung will ich helfen, Bauwerk-4 hier in eine gute Marktposition zu bringen." Zudem werde die Digitalisierung die Geschäfte der Baubranche verändern. "Darauf werden wir uns rechtzeitig einstellen", betont Gröber. Sein Vorgänger Wolfgang Weber gehört zu den Co-Gründern der Bauwerk-4 und blickt auf eine außergewöhnliche Karriere in der regionalen Baubranche zurück. "Seine vielleicht größte Stärke war das Zuhören und die Analyse", sagt Scherer. So habe es Weber immer wieder geschafft, die vermeintlichen Gegensätze von Realisierung anspruchsvoller Architektur bei gleichzeitiger Kostenorientierung in betriebswirtschaftlichen Einklang zu bringen. "Wolfgang Weber ist und war immer ein Mann der Praxis", betont auch Andreas Grundler.

Begonnen hatte Weber seine Laufbahn als Bauzeichner vor fast 50 Jahren und hat sich hernach um viele Projekte in der Region und weit darüber hinaus in ganz Deutschland verdient gemacht. "In den vergangenen fasst 10 Jahren hatte er mit seinem Know-how die Entwicklung unseres Unternehmens maßgeblich vorangetrieben", sagt Andreas Grundler. Weber hat sich zum Jahresende 2020 zunächst aus der operativen Führung zurückgezogen, Gesellschafter von Bauwerk-4 bleibt er jedoch. "Der Abschied fällt nicht leicht", sagt Wolfgang Weber. "Zwar werde ich meine Kollegen, die vielen Projekte und die Kontakte zu den langjährigen Kunden vermissen. Allerdings freue ich mich auf meinen Ruhestand und bleibe Bauwerk-4 für die Zukunft verbunden."

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft Regional

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL