Bei Bosch AS wird bald geimpft

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Ab Mitte Mai starten die Modellprojekte in den Firmen, ab Juni will dann auch Bosch seinen Mitarbeitern eine Impfung anbieten. Symbolfoto: Pixabay
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Zeiss wird zum Modellprojekt - doch auch der Automobilzulieferer Bosch AS steht in Schwäbisch Gmünd bereits in den Startlöchern.

Schwäbisch Gmünd

Die Impfkampagnen von Bund und Ländern nehmen Fahrt auf, regelmäßig erhalten täglich mehr als eine Million Menschen eine Impfdosis. Neben den Impfzentren des Landes und den Hausarztpraxen sollen bald die Firmen als dritte Säule der Kampagne an den Start gehen. Mitte Mai wird bei Zeiss in Oberkochen im Rahmen eines Modellprojekts losgeimpft. Und auch der Technologiekonzern Bosch hat am Dienstag angekündigt, derzeit die Infrastruktur für das Betriebsimpfen aufzubauen.

„Wir wollen einen Beitrag zur Impfkampagne in Deutschland leisten. Die Infrastruktur ist vorhanden, unsere Betriebsärztinnen und Betriebsärzte stehen bereit“, erklärt Bosch-Geschäftsführerin Filiz Albrecht. Der Konzern plant entsprechend die Eröffnung von Impfzentren an zahlreichen seiner deutschen Standorte. Ziel sei es, den 130 000 Mitarbeitenden in Deutschland bei entsprechender Verfügbarkeit der Vakzine ein Covid-19-Impfangebot zu machen. Allein am Standort in Renningen sollen bis zu 1400 Mitarbeitende täglich geimpft werden. An kleineren Standorten sollen mobile Impfteams die Beschäftigten immunisieren.

Der Standort in Schwäbisch Gmünd, wo die Tochterfirma Bosch Automotive Steering mehr als 4000 Menschen beschäftigt, erhält ein eigenes Impfzentrum. Das bestätigte eine Sprecherin dieser Zeitung. „Wir planen, den Beschäftigten Corona-Impfungen auf freiwilliger Basis am Standort Gmünd anzubieten“, sagte sie. Für die Kampagne wird die bestehende Sanitätsstation entsprechend vorbereitet. „Am Standort sind wir mit einem kompetenten Team an Werkärzten und Sanitätern gut aufgestellt, das langjährige Erfahrung mit Impfungen mitbringt, zum Beispiel bei der jährlichen Grippeimpfung“, so die Sprecherin weiter.

Starten soll das Angebot voraussichtlich im Juni, wenn auch auch Betriebsärzte an der Impfkampagne in Deutschland teilnehmen dürfen. „Sobald rechtlich und organisatorisch möglich, werden wir Impfungen in Schwäbisch Gmünd anbieten.“, so die Sprecherin.

Welche der vom Robert-Koch-Institut zugelassenen Impfstoffe verwendet werden, sei bislang aber noch offen. Ebenfalls noch nicht abschließend klar ist, wie die Umsetzung aussehen wird. „Wir arbeiten aktuell am Aufbau der Infrastruktur, so dass wir bereit sind zu starten, sobald den Betrieben Impfstoffe zugeteilt werden“, sagt die Sprecherin. Was ebenfalls noch nicht feststeht ist die Impf-Reihenfolge. „Grundsätzlich muss auch Bosch die von der Ständigen Impfkommission vorgegebene Impfreihenfolge einhalten“, betont die Sprecherin des Gmünder Unternehmens.

Wir wollen einen Beitrag zur Impfkampagne in Deutschland leisten.“

Filiz Albrecht, Bosch-Geschäftsführerin

Zwölf Modellfirmen starten bereits im Mai

Der Zeiss-Konzern ist bei der Realisierung der Impfkampagne schon ein bisschen weiter als Bosch. Schließlich gehört das Oberkochener Unternehmen zu den insgesamt zwölf Firmen, die im Rahmen eines Modellprojekts ausgewählt wurden. Der genaue Zeitpunkt steht zwar nicht fest, jedoch baut Zeiss an den Standorten in Aalen und Oberkochen entsprechende Impfzentren auf. Mitte Mai könnte es bereits losgehen. Zeiss hatte sich im Vorfeld bei der IIHK Ostwürttemberg für das Pilotprojekt des Landes beworben. Das Sozialministerium des Landes hat dann jeweils ein Unternehmen aus jedem IHK-Bezirk ausgewählt. „Wir freuen uns sehr, dass wir einen aktiven Beitrag zur Dynamisierung der Verimpfungen und auch zu einer Entlastung der öffentlichen Impfzentren leisten können“, sagt Heiko Winkler, Leiter der zentralen Zeiss Covid-19-Task-Force.

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