Bosch AS: Drohende Gaskrise im Blick

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Unternehmen deckt 20 Prozent des eigenen Energieverbrauchs mit Gas. Allerdings sieht das bei manchem Zulieferbetrieb von Bosch AS anders aus.

Schwäbisch Gmünd. Auch der größte Arbeitgeber der Stadt, die Bosch AS, beschäftigt sich derzeit intensiv mit der Lage an den Energiemärkten und vor allem mit der Gasversorgung. Das Unternehmen will sich auf Anfrage zwar „aus Wettbewerbsgründen“ nicht detailliert zu derzeitig aktuellen Themen wie Lieferketten und der Versorgungssituation äußern. „Allgemein können wir jedoch sagen, dass Bosch Energieträger wie andere Unternehmen am Energiemarkt bezieht“, erklärt eine Sprecherin.

Derzeit könne Bosch AS die Fertigungs- und Betriebsstätten versorgen. Maßgeblich sei dafür eine vorausschauende Beschaffungsstrategie und ein bereits hohes Maß an Energieeffizienz, das die Bosch-Gruppe durch ihre weltweite Klimaneutralstellung im Jahr 2020 erreicht habe. „Bosch deckt 20 Prozent seines Energiebedarfs mit Gas und benötigt damit nicht sehr große Mengen, jedoch manche unserer Lieferanten“.

Deshalb beobachtet der Konzern eigenen Angaben zufolge weiterhin die Marktentwicklung sowie gesetzgeberischen Entscheidungen. „Dazu gehört es auch, sich auf verschiedene Szenarien vorzubereiten und Vorsorge zu treffen, um bei einer Regulierung der Gasversorgung die Belieferung unserer Kunden weiter sicherzustellen oder mögliche Auswirkungen so gering wie möglich zu halten“, sagt die Sprecherin. Das könne allgemein zum Beispiel durch den Einsatz alternativer Energieträger erfolgen – etwa zum Heizen Öl statt Gas nutzen, vereinzelt auch für thermische Prozesse – oder Temperaturabsenkungen in unkritischen Bereichen wie zum Beispiel Logistik- oder Büroflächen.

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