Bosch AS: Proteste in Bietigheim

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Der Technologie-Konzern will die gesamte Fertigung am Standort nach Ungarn verlagern.

Gmünd/Bietigheim. Während in Schwäbisch Gmünd der Stellenabbau besiegelt ist, dauern die Proteste gegen die geplante Schließung der Produktion von Bosch Automotive Steering in Bietigheim an. Die dortige Produktion soll – wie Teile der Gmünder Fertigung – nach Ungarn verlagert werden. So versammelten sich in Bietigheim 400 Menschen, um mit einer Menschenkette auf das drohende Aus aufmerksam zu machen.

Von der Verlagerung wären 290 Arbeitsplätze betroffen. Auch Mitarbeiter von Mahle, Stihl und Dürr waren bei der Kundgebung dabei. "In Zeiten wie heute braucht es intelligente Lösungen. Es ist nicht intelligent, Umsätze durch Köpfe zu teilen und daran die Unternehmensstrategie fest zu machen. Mit der Entlassung von Beschäftigten gewinnt man keinen Wettbewerb", so Matthias Fuchs, Geschäftsführer der IG Metall Ludwigsburg-Waiblingen der "Stuttgarter Zeitung" (StZ).

Der Standort Bietigheim soll als Entwicklungsstandort weitergeführt werden. Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter verhandeln deshalb über die Zukunft des Standortes, die Gespräche sollen bis Ende Oktober ein Ergebnis bringen. "Wir arbeiten weiterhin daran, dass die Arbeitsplätze von knapp 300 Angelernten und Facharbeitern bestehen bleiben", so Betriebsratschef Vincenzo Basil zur "StZ".

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