Claudia Prusik folgt auf Elmar Zillert

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Elmar Zillert (vorne rechts) ist als Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Aalen verabschiedet worden. Seine Nachfolge übernimmt Claudia Prusik (vorne links). Christian Rauch (Mitte), Chef der Regionaldirektion Baden-Württemberg, dankte Zillert.
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Der langjährige Chef der Aalener Arbeitsagentur wird mit einem festlichen Akt in den Ruhestand verabschiedet. Beliebter Chef und „Anwalt der kleinen Leute“.

Königsbronn

Nach fast neun Jahren an der Spitze der Arbeitsagentur Aalen ist Elmar Zillert mit einem festlichen Akt in den Ruhestand verabschiedet worden. Seine Nachfolge als Vorsitzende der Geschäftsführung tritt Claudia Prusik an. In der Hammerschmiede Königsbronn würdigten zahlreiche Mitstreiter aus dem Ostalbkreis und dem Kreis Heidenheim Zillert als besonnenen und am Menschen orientierten Macher.

„Nicht als Lautsprecher, aber auch nicht als Zauderer“, habe er Zillert erlebt, würdigte ihn Christian Rauch, Chef der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Arbeitsagentur. Elmar Zillert verkörpere „wahre Wert und einen pragmatischen Ansatz“. So habe er in der Region Ostwürttemberg Akzente gesetzt.

Markus Kilian, Geschäftsführer beim Arbeitgeberverband Südwestmetall und stellvertretender Vorsitzender im Verwaltungsausschuss der Agentur, lobte Zillert als vermittelnde, Ausgleich suchende Persönlichkeit, die „einen Blick für die Individuen hinter den Zahlen hatte“. „Er strahlte Ruhe auch in Drucksituationen aus“, so Kilian über Zillert. Für Landrat Dr. Joachim Bläse ist Zillert „einer, der uns als kommunale Familie das Netzwerken gelehrt hat.“

„Noch nie habe ich einen Agenturchef kennengelernt, der so für die Arbeitsagentur brennt“, sekundierte Josef Mischko, 2. Bevollmächtigter der IG Metall: „Sie sind hier in der Region Anwalt der kleinen Leute“, bekräftigte der Gewerkschafter. Und er erinnerte an die schwierige Situation 2019, als den Mitarbeitern der zum wiederholten Mal insolventen Textilveredlers Lindenfarb in Unterkochen kein Insolvenzgeld mehr gezahlt werden durfte: „Wir lassen Euch nicht im Regen stehen, sondern kümmern uns um Eure Qualifizierung“, habe Zillert den bangenden Beschäftigten zugerufen. Der Göppinger Schulamtsleiter Jörg Hofrichter dankte Zillert für die Zusammenarbeit bei der Berufsorientierung.

Als Personalratsvorsitzender der Agentur für Arbeit Aalen stellte Helmut Gerlach dem beliebten Chef, der täglich mehrere Stunden per Bahn zwischen seinem Wohnort Balingen und Aalen pendelte, ein humorvolles Arbeitszeugnis aus. Die Zusammenarbeit sei stets loyal und offen, fair, konstruktiv, mitarbeiter- und ergebnisorientiert gewesen.

„Wir haben in den letzten neun, zehn Jahren gemeinsam eine Menge erreicht“, erinnerte Elmar Zillert selbst in seiner Dankesrede an Herausforderungen wie die Integration Geflüchteter, den andauernden Fachkräftemangel, die Transformation und die Pandemie. „Was die Region ausmacht, ist die Vernetztheit“, so sein Fazit zu Ostwürttemberg: „Man arbeitet miteinander, nicht gegeneinander. Du kannst dem Landrat auch mal was sagen.“

Auf Claudia Prusik warten Herausforderungen

Bereits eingearbeitet hat Zillert seine Nachfolgerin Claudia Prusik. Die 49-Jährige übernimmt zum 1. August die Geschäftsführung der Agentur mit ihren Bezirken Aalen, Schwäbisch Gmünd, Ellwangen, Bopfingen und Heidenheim. „Claudia Prusik steht für Fachkompetenz, kann gut zuhören und ist verlässlich“, charakterisierte sie Regionalchef Christian Rauch. Sie werde sich nun in Ostwürttemberg mit den aktuellen Themen wie der Transformation der Wirtschaft, dem Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit und dem Fachkräftemangel auseinandersetzen.

Prusik selbst stellte sich mit den Worten „Auf eine gute Zusammenarbeit“ vor. Sie rekapitulierte ihren Weg von der ausgebildeten Zahntechnikerin zur Bundesagentur für Arbeit, wo sie seit mittlerweile 21 Jahren beschäftigt ist. Claudia Prusik wirkte als Bereichsleiterin in Reutlingen und war zuletzt fünf Jahre lang für Ausbildungsmarkt und Berufsberatung in der Regionaldirektion Baden-Württemberg verantwortlich. Sie freue sich, konstruktiv-kritische Diskussionen zu führen, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

Du kannst dem Landrat auch mal was sagen.“

Elmar Zillert, Agentur für Arbeit

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