Corona-Hilfen für Unternehmen

  • Weitere
    schließen
+
Symbolbild: pixabay

Die IHK Ostwürttemberg hat verschiedene Fördermöglichkeiten zusammengestellt.

Heidenheim. Aktuell gibt es mehrere Corona-Hilfsprogramme vom Bund sowie dem Land Baden-Württemberg. Damit die Unternehmen in dieser Vielzahl von Möglichkeiten noch den Überblick behalten, informiert die Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg überblicksartig zu den derzeit laufenden Programmen.

November- und Dezemberhilfe

Von der Schließungsverordnung vom 28. Oktober 2020 betroffene Unternehmen können noch bis zum 30. April 2021 diese Hilfen beantragen. Wenn 80 Prozent der Umsätze mit betroffenen Unternehmen gemacht wurden, gelten diese Hilfen auch für mittelbar betroffene Betriebe. Der Antrag kann nur über prüfende Dritte (zum Beispiel Steuerberater/in, Steuerbevollmächtigte/n, Wirtschaftsprüfer/in, vereidigten Buchprüfer/in oder Rechtsanwalt/-anwältin) erfolgen. Zuschüsse können pro Tag der Betroffenheit in Höhe von 75 Prozent des Vergleichsumsatzes im November / Dezember 2019 gegeben werden. Alternativ gilt auch der Durchschnitt der Monatsumsätze 2019.

Überbrückungshilfe II

Die Überbrückungshilfe II gilt für den Zeitraum September bis Dezember 2020 und kann noch bis zum 31. März dieses Jahres beantragt werden. Die Förderhöhe beträgt maximal 50 000 Euro pro Monat. Grundsätzlich sind Unternehmen fast aller Branchen und Größen, Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb antragsberechtigt, die einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichneten. Der Antrag ist ebenfalls zwingend durch einen prüfenden Dritten im Namen des Antragsstellers einzureichen.

Überbrückungshilfe III

Diese Hilfe gilt für Unternehmen, die im Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat 2019 verzeichnen. Für diesen Monat kann die Hilfe beantragt werden. Es werden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet, maximal 1,5 Millionen Euro (bei verbundenen Unternehmen maximal drei Millionen Euro) pro Monat, sofern die Obergrenzen des EU-Beihilferechts dies zulassen. Auch dieser Antrag ist zwingend durch einen prüfenden Dritten im Namen des Antragsstellers sowie bis spätestens 31. August 2021 einzureichen.

Neustarthilfe

Soloselbststständige können mit der sogenannten Neustarthilfe bis Juni 2021 eine einmalige Betriebskostenpauschale bis zu 7500 Euro erhalten, so sie einen Umsatzrückgang von Januar bis Juni 2021 im Vergleich zum sechsmonatigen Referenzumsatz 2019 um mehr als 60 Prozent nachweisen können. Es ist nur ein Antrag möglich. Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes. Der Antrag kann hier einmalig bis spätestens 31. August 2021 im eigenen Namen direkt über ein Online-Tool gestellt werden. Eine gleichzeitige Inanspruchnahme der Überbrückungshilfe III und der Neustarthilfe ist in diesem Fall nicht möglich.

Stabilisierungshilfe II

Unternehmen, die mindestens 30 Prozent ihres Umsatzes mit einer Tätigkeit im Hotel- oder Gaststättenwesen erwirtschafteten, können alternativ zur Überbrückungshilfe III des Bundes auch die Stabilisierungshilfe II für das erste Quartal 2021 beantragen. Voraussetzung hierfür ist ein Liquiditätsengpass. Neben dem Antrag muss eine Liquiditätsberechnung sowie eine Bescheinigung einer beratenden dritten Person über die Liquiditätsberechnung hochgeladen werden. Die Antragsfrist endet am 28. April 2021. Dies ist ein Landesprogramm. Die Anträge werden von der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg vorgeprüft und an die L-Bank weitergeleitet.

Infos zu den Programmen

Die Industrie- und handelskammer Ostwürttemberg informiert auf ihrer Internetseite ausführlich über die verschiedenen Hilfen und Programme: www.ostwuerttemberg.ihk.de, Seite 4738790. Bei der Telefonhotline unter der Nummer 07321 324-0 können sich Betroffene ebenfalls über die verschiedenen Programme informieren.

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft Regional

WEITERE ARTIKEL