Cyberangriff auf Kammern in Deutschland: Auch IHK in Heidenheim betroffen

+
Die IHK in Heidenheim.
  • schließen

Wegen eines Angriffs auf einen IT-Dienstleister sind die IHKn eingeschränkt arbeitsfähig – auch jene in Heidenheim.

Heidenheim. Die IHKn in Deutschland sind Opfer eines Cyber-Angriffs geworden: Hacker attackierten die Gesellschaft für Informationsverarbeitung (GFI), einen IHK-eigenen Dienstleister, der für die Kammern etwa die digitale Infrastruktur für den E-Mail-Verkehr oder den Betrieb der Webseite bereitstellt. Auch die IHK in Heidenheim ist von der Attacke betroffen: Die Webseite ist offline, zudem ist die Kammer von extern nicht per E-Mail erreichbar. „Andere IT-Systeme sind nicht betroffen“, sagt Pressesprecher Sascha Kurz.

Ebenfalls nicht betroffen sind die Daten der Mitgliedsbetriebe, auch könne in anderen Programmen problemlos gearbeitet werden. „Der Angriff richtete sich auf die GFI. Die IHK in Heidenheim ist nur indirekt betroffen“, so Kurz. Derzeit liefen die Arbeiten an der Wiederherstellung der betroffenen Systeme „mit Hochdruck“. Wann diese wieder online sind, sei derzeit noch nicht abzusehen, so Kurz, man hoffe jedoch, dass der Dienstleister die betroffenen Prozesse bald wieder zum Laufen bringe. Bis dahin ist die IHK in Heidenheim nur telefonisch erreichbar.

Von dem Angriff ist der Großteil der 79 IHKn in Deutschland betroffen. Der DIHK hatte am Donnerstag den Vorfall bestätigt. Als Folge seien die IT-Systeme der Industrie- und Handelskammern in Deutschland aus Sicherheitsgründen vorsorglich heruntergefahren worden.

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft Regional

Kommentare