Das FEM feiert 100. Geburtstag

+
Geht in den Ruhestand: Dr. Andreas Zielonka, Leiter des FEM.
  • schließen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann gratuliert per Videobotschaft. Dr. Andreas Zielonka übergibt nach fast drei Jahrzehnten als FEM-Leiter an Prof. Dr. Holger Kaßner.

Schwäbisch Gmünd

Was 1922 als „Verein für die Probier- und Forschungsanstalt für Edelmetalle“ in Schwäbisch Gmünd gegründet wurde, feierte am Donnerstag in Schwäbisch Gmünd als Forschungsinstitut Edelmetalle + Metallchemie (FEM) den 100. Geburtstag. Der runde Geburtstag war zudem der würdige Rahmen für die Übergabe der Institutsleistung. Dr. Andreas Zielonka wird nach mehr als drei Jahrzehnten am Institut und knapp 28 Jahren als Leiter in den Ruhestand gehen, sein Nachfolger wird Prof. Dr. Holger Kaßner.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann musste seinen angekündigten Besuch im Gmünder CCS zwar kurzfristig absagen, er würdigte die Arbeit des FEM und dessen Leiter allerdings in einer Videobotschaft. In Gmünd werde an wichtigen Zukunftstechnologien geforscht. „Das FEM trägt zur Zukunftsfähigkeit der Unternehmen im Land bei und ist ein wichtiger Impulsgeber und Motor für High-Tech-Arbeitsplätze“, sagte Kretschmann, der Zielonka ebenso seinen „Dank für die herausragende Arbeit in den zurückliegenden drei Jahrzehnten“ aussprach.

Auch Ministerialdirektor Michael Kleiner lobte in seiner Rede: „Das FEM ist eine Erfolgsgeschichte, die nur gelingen kann, wenn man selbst Schrittmacher der Entwicklung ist.“ Das Institut sei ein wichtiger Ansprechpartner vor allem für kleinere und mittelständische Unternehmen und betreibe so gute Wirtschaftspolitik für den Mittelstand. Beleg für den Erfolg sei etwa die bauliche Entwicklung des FEM, das in der Vergangenheit immer wieder vergrößert wurde. Zielonkas Nachfolger Holger Kaßner trete in große Fußstapfen. „Wer so lange Zeit so erfolgreich war, muss einiges richtig gemacht haben.“

Die Stadt Gmünd wiederum ist „stolz auf ihr FEM“, wie OB Richard Arnold betonte. „Das FEM ist ein Diamant der Zukunftsforschung und eine hochkarätige Forschungseinrichtung für Region und Land.“ Viele Produkte und Dienstleistungen würde es ohne das Institut nicht geben, das zudem eine wichtige Funktion im aktuellen Strukturwandel in der Industrie habe. „Gmünd und das FEM gehören zusammen“, so Arnold. „Die Weichen sind richtig gestellt für die Zukunft.“

„Der heutige Tag ist ein besonderer Tag mit einem besonderen Jubiläum mit besonderer Signalwirkung“, erklärte Landrat Dr. Joachim Bläse. Die Gesellschaft befinde sich einer Zeit der massiven Veränderung. „Wir brauchen eine gute Forschungs- und Innovationsstruktur“, so Bläse, das FEM forsche zu wichtigen Zukunftsfeldern. Für Thomas Engert, Vorsitzender des Vorstands des Instituts, könnte es „keine bessere Definition von Technologie-Transfer geben als das FEM“. Das FEM kooperiere eng mit den Unternehmen und habe mit Holger Kaßner den „Nachfolger des Vertrauens“ gefunden, der das FEM in eine „goldene Zukunft“ führen könne.

Zielonka blickte in seiner Abschiedsrede zurück auf drei Jahrzehnte, in der das Institut immer weitergewachsen war. Kurz nach der Wende war er nach Gmünd gewechselt und navigierte das Institut durch bewegte Jahre mit dem „Höhepunkt“ des Neubaus K15, mit dem für die Forschenden eine neue Zeitrechnung beginnen wird. In einer emotionalen Rede dankte Zielonka auch seiner Familie und den Mitarbeitenden. „Das heutige Jubiläum ist ein toller Tag für uns. Jeder hat dazu einen Beitrag geleistet.“ Seine Arbeit verglich er mit der eines Dirigenten. „Ein Dirigent kann zwar nicht jedes Instrument spielen, sorgt aber dafür, dass das Zusammenspiel funktioniert.“ Nun übergibt Zielonka den Taktstock an Prof. Dr. Holger Kaßner, der bereits vor mehreren Monaten von der Technischen Hochschule Aschaffenburg nach Gmünd gewechselt war, seither das FEM mit Zielonka als dessen Stellvertreter mitleitete und nun an die Spitze rückt.

Mehr als 200 Gäste kamen zum Festakt ins Congress-Centrum.
Feierlichkeiten
Ministerpräsident Winfried Kretschmann grüßte per Videobotschaft.

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft Regional

Kommentare