Das sind die Top-Ausbilder in der Region

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Prinzing Elektrotechnik in Aalen gehört zu den Betrieben, die die Auszeichnung als Top-Ausbilder neu erhalten haben.

Handwerksbetriebe wollen Nachwuchsfachkräfte ausbilden – 39 Auszeichnungen zum Top-Ausbilder an besonders engagierte Ausbildungsbetriebe in der Region, davon neun auf der Ostalb.

Viele Betriebe im Gebiet der Handwerkskammer Ulm setzen sich besonders für die Ausbildung junger Menschen ein. 39 Ausbildungsbetriebe zwischen Ostalb und Bodensee dürfen sich nunmehr Top-Ausbilder nennen. Sie haben in einem Testverfahren ihr überdurchschnittliches Engagement nachgewiesen und zeigen damit, dass sie großen Wert auf das Thema Ausbildung legen. „Investitionen in junge Menschen und Ausbildung lohnen sich für unsere Betriebe schnell. Aufträge gibt es vielfach genügend. Wer die Menschen hat, kann den Markt bedienen. Wir sind stolz über so viel gute Einfälle und Betreuung der Auszubildenden in diesen ausgezeichneten Betrieben“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm.

Die Ausbildungsbereitschaft in den Betrieben zwischen Ostalb und Bodensee ist hoch und motivierte junge Menschen sind gefragt. Knapp 2700 junge Menschen haben im vergangenen Jahr in den Ausbildungsbetrieben im Gebiet der Handwerkskammer Ulm eine Lehrstelle gefunden. Derzeit sind rund 500 Lehrstellen frei. Um Jugendliche auf den eigenen Betrieb aufmerksam zu machen, können sich Handwerksbetriebe von der Handwerkskammer Ulm zum Top-Ausbilder zertifizieren lassen.

Mehr für die Ausbildung getan, als nötig wäre

Im vergangenen Jahr haben sich 13 Betriebe um diese Auszeichnung beworben: vier davon im Landkreis Biberach, drei im Ostalbkreis, drei im Kreis Ravensburg, einer im Bodenseekreis und zwei im Alb-Donau-Kreis. Weitere 26 Betriebe haben sich bereits im Jahr zuvor der Zertifizierung unterzogen und die Auszeichnung erhalten.

„Das ist ein Gütesiegel für erstklassige Ausbildung und nicht selbstverständlich. In diesen Betrieben tut man mehr als man muss. Das Gütesiegel zeigt den Jugendlichen, wo sie eine gute Ausbildung für den Start in ihr Berufsleben erhalten und wird hoffentlich weit verbreitet eingesetzt und bekannt gemacht“, so Hauptgeschäftsführer Mehlich.

Betriebe, die sich für die Auszeichnung bewerben möchten, müssen einen umfangreichen Kriterienkatalog erfüllen. Dazu gehört es beispielsweise Azubis im Betrieb bei der Prüfungsvorbereitung zu unterstützen oder ihnen Nachhilfestunden zu geben. Auch die Möglichkeiten am Leistungswettbewerb für Nachwuchshandwerker („Profis leisten was“) teilzunehmen oder ein Auslandspraktikum zu absolvieren, spielen eine Rolle.

Azubis bewerte die Betriebe auch selbst

Ebenfalls relevant für die Bewertung sind die Eindrücke und Bewertungen der aktuell beschäftigten Azubis im Betrieb. Sie dürfen beispielsweise die Qualität der Ausbildung anhand von Schulnoten bewerten und ein Feedback zum Betriebsalltag geben.

Zeigt ein Betrieb soziales Engagement über die Ausbildungsleistung hinaus, wird das zusätzlich honoriert: Einige Ausbildungsbetriebe bieten zum Beispiel lernschwachen jungen Menschen oder Geflüchteten mit wenig Sprachkenntnissen die Chance auf eine Lehrstelle. Ausgezeichnete Ausbildungsbetriebe dürfen sich zunächst drei Jahre lang „Top-Ausbilder“ nennen. Danach ist eine Re-Zertifizierung durch die Handwerkskammer möglich.

Weitere Informationen gibt die Handwerkskammer unter unter www.hwk-ulm.de/rund-um-ausbildung/topausbilder/

Ausgezeichnete Betriebe im Ostalbkreis

Fürst Stahl und Metallbau, Essingen

Georg Stegmaier GmbH & Co. KG, Hüttlingen

Gold GmbH, Hüttlingen

Holzbau Höfer e.K., Aalen

Sachsenmaier GmbH, Göggingen

Schiele GmbH, Neresheim

Neu zertifiziert:

Prinzing Elektrotechnik GmbH, Aalen

Möbelmanufaktur Martin Weigele, Ruppertshofen

Salon Hofielen, Schwäbisch-Gmünd

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