Der DGB gibt sich kämpferisch

+
Der neue DGB-Kreisvorstand Ostalbkreis mit den beiden wiedergewählten Vorsitzenden Josef Mischko (2.v.r.), Peter Yay-Müller (4.v.l.) und dem DGB-Landesbezirksvorsitzenden Martin Kunzmann (3.v.r.) (alle im Bild: 2G plus)

Der DGB im Ostalbkreis hat seine Kreisvorsitzenden mit 100 Prozent Zustimmung gewählt. Gewerkschaft will sich gegen den Rückgang der Tarifbindung stemmen.

Aalen

Unter dem Motto „Zukunft gestalten wir“ lud der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im Ostalbkreis zur Kreisdelegiertenkonferenz in den großen Sitzungssaal des Aalener Landratsamtes. Dort wurden nicht nur Josef Mischko und Peter Yay-Müller als DGB-Kreisvorsitzende mit der mehr als deutlichen Mehrheit von 100 Prozent wiedergewählt, die Konferenz betonte zudem die Bedeutung von Gewerkschaften für Wirtschaft und Gesellschaft.

So hob Josef Mischko zu Beginn die Bedeutung der Arbeit des DGB-Kreisverbandes vor Ort hervor. Dabei dankte er seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern im Kreisvorstand. Denn nur durch Aktive vor Ort sei es möglich, gewerkschaftliche Positionen in die Öffentlichkeit zu bringen. Neben den Delegierten aus den DGB-Mitgliedsgewerkschaften begrüßte er besonders die Gäste Martin Kunzmann, DGB-Bezirksvorsitzender Baden-Württemberg, und Landrat Dr. Joachim Bläse.

In seinem Redebeitrag „Deutschland im Superwahljahr – Gewerkschaftliche Positionen“ betonte Kunzmann, wie wichtig und schwierig es sei, Politikerinnen und Politiker für gewerkschaftliche Positionen zu gewinnen, nicht nur zu Wahlkampfzeiten. Das sei aber eine wichtige Grundlage, um überhaupt die Situation und die Perspektive der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Politik vorkommen. Zu den Erfolgen des DGB-Landesbezirks zähle, dass im Koalitionsvertrag der Landesregierung DGB-Forderungen wiederzufinden seien. Er dankte den Aktiven im DGB-Kreisverband und bei den Gewerkschaften, die sich ihrerseits vor Ort für gewerkschaftliche Belange einsetzen und betonte: „Wer soll sich sonst darum kümmern, wenn nicht wir.“

Peter Yay-Müller ging in seinem Bericht darauf ein, wie wichtig die gewerkschaftliche Arbeit gegen Rechtsextremismus ist, so wie dies auch die letzten Jahre in Aalen und Schwäbisch Gmünd gemeinsam in Bündnissen mit anderen Organisationen umgesetzt wurde. Er hob auf die hohe Bedeutung von Tarifverträgen ab, denn sie seien ein wichtiges Fundament der Demokratie. Der seit Jahren dauernde Rückgang der Tarifbindung müsse gestoppt werden. Dabei nahm er die Öffentliche Hand in die Pflicht, ihren Teil dazu beizutragen, indem öffentliche Aufträge nur an Unternehmen vergeben werden, die tarifgebunden sind.

Landrat Dr. Bläse betonte in seinem Grußwort die gute Zusammenarbeit und den kurzen Draht mit dem DGB und den Gewerkschaften, was sich unter anderem in unterschiedlichen Gremien des Landkreises oder in anderen Organisationen wie der Agentur für Arbeit zeige. Neben der Wahl des Vorsitzenden – unter den ersten Gratulanten waren Landrat Bläse und Kunzmann – wurden bei der Konferenz weitere Kolleginnen und Kollegen der DGB-Mitgliedsgewerkschaften für den Kreisvorstand benannt, die sich bei dieser Konferenz vorstellten.

„Wer soll sich sonst darum kümmern, wenn nicht wir.“

Martin Kunzmann, DGB-Bezirksvorsitzender Baden-Württemberg

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft Regional

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare