Der richtige Schritt

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Robert Schwarz
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Warum die Fusion der Genossen zum richtigen Zeitpunkt kommt.

Die Zeiten für die regionalen Banken werden ungemütlicher. Der Nullzins drückt seit Jahren heftig auf die Margen. Die wichtigste Einnahmequelle, der Zinsüberschuss befindet sich bei vielen Instituten im steten Sinkflug. Auch wenn die US-amerikanische Notenbank Fed im Angesichte einer immer bedrohlicher galoppierenden Inflationsentwicklung in den Staaten nun die Abkehr eingeleitet hat und die Zinsen steigen lassen will, heißt das nicht, dass die EZB dies auch tun wird. Zu hoch sind die Staatsschulden vieler europäischen Staaten, zu drastisch die Folgen der Corona-Pandemie. Dass Brüssel und Berlin zusätzlich die regulatorischen Daumenschrauben immer weiter anziehen und den Banken immer mehr abverlangen (was Kleinstbanken unmöglich alleine erfüllen können) und der Wettbewerb durch digitale Großkonzerne, die in den klassischen Finanzmarkt der Banken vor Ort vordringen wollen, immer weiter zunimmt, erhöht den Druck weiter. Deshalb kommt die Fusion der Genossen aus Mutlangen und Welzheim zur richtigen Zeit. Dennoch, so führt Raiba-Vorstand Thomas Bareiß richtig aus, könne man agieren, statt reagieren. So schafft die neue Bank einen Akteur, der sich auch gegen den Konkurrenten aus dem Westen wird behaupten können. Denn die Volksbank Stuttgart hat in den vergangenen Jahren ihre Fühler immer weiter nach Osten ausgestreckt und einige Genossenschaftsbanken im Rems-Murr-Kreis übernommen. Beide Banken, Mutlanger und Welzheimer, sind überdies ähnlich groß, sind im ländlichen Raum zu Hause und wissen genau, worauf es hier ankommt. Die Fusion ist für beide Institute der richtige Schritt zur richtigen Zeit.  

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