Kommentar:

Die Krise nach Corona

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Hampp Bernhard

Berndhard Hampp über die Situation am Arbeitsmarkt.

Die Coronakrise ist überstanden! Was mit Blick auf die aktuelle Infektionslage vorschnell klingt, gilt für den Arbeitsmarkt auf der Ostalb voll und ganz. Im Februar 2022 waren sogar weniger Menschen arbeitslos als noch im Februar 2020: einem Monat, in dem die Geschäfte noch ohne Einschränkungen geöffnet, Geschäftstreffen in Präsenz vollumfänglich möglich und die Büros voll waren. Dass während der zwei schwierigen Jahre nicht scharenweise Menschen ihre Arbeit verloren haben, lag sicher auch am erfolgreichen Instrument der Kurzarbeit. So könnte es immer weitergehen – wird es aber leider nicht. Ohne übermäßig schwarz zu malen, sind die Herausforderungen nicht zu übersehen. Für einige Sektoren – Teile des stationären Einzelhandels, Teile der Messe- und Kongressbranche, die Business-Reisebranche – ist es fraglich, ob sie jemals wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen. Anderen – Automobilbranche und Zulieferer, Werkzeug- und Maschinenbau - machen kurzfristig die gestörten Lieferketten und die massive Verteuerung der Energie, langfristig der Strukturwandel zu schaffen. Auch der immer gravierendere Fachkräftemangel ist letztendlich ein Jobkiller - denn wo Fachkräfte fehlen, findet Wertschöpfung erst gar nicht statt. Die Folgen der weltpolitischen Katastrophe, die sich gerade in der Ukraine abspielt, sind noch gar nicht absehbar.

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