Die Sieger des RAW-Award

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RAW-Award 2021: Die Gewinner.

Die Corona-Krise als Chance: In Aalen wurden Firmen prämiert, die aus der Not eine Tugend, oder besser: einen Erfolg gemacht haben. Das sind die Gewinner.

Aalen

Es war der Abend der Firmen, die in der Corona-Krise neue Wege gegangen sind. Der RAW-Award der Wirtschaftsjunioren und des Wirtschaftsclubs würdigte Unternehmen aus der Region Ostwürttemberg, die sich als besonders krisenresistent - und damit als resilient - erwiesen haben. Gewinner des Abends war die Chr. Renz GmbH aus Heubach.

Das Unternehmen hat neue Produkte entwickelt, um auf die Corona-Krise zu reagieren. Daraus ist ein komplett neuer Geschäftsbereich entstanden: Renz Protective Equipment. Die Firma wurde mit dem ersten Platz und einem Preisgeld von 5000 Euro bedacht. Den zweiten Platz erreichte Widmanns Albleben aus Zang mit Kochboxen für Zuhause. Platz drei ging an die Aradex AG aus Lorch, die kurzerhand die Inbetriebnahme eines elektrifizierten Bulldozers digital-hybrid umgesetzt haben.

Begrüßt wurden die rund 50 Gäste in der Aula der Hochschule Aalen von Michael Wolfsteiner, dem Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren. Der Landrat des Ostalbkreises, Dr. Joachim Bläse, und der Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg, Thilo Rentschler, waren unter den Gästen. Das Publikum setze sich aus Vertretern der 16 Bewerbern, dem Gremium, den Sponsoren und Mitgliedern des Wirtschaftsclubs und der Wirtschaftsjunioren zusammen.

David Grüner, Wirtschaftsjunior und Geschäftsführer der Grüner GmbH aus Gerstetten, führte durch den Abend. Den Start machte Joachim Simon, Experte für Leadership Development und Self-Leadership. Wie wendet man die Erkenntnisse aus der Resilienzforschung im Führungsverhalten als Vorgesetzter an? Anhand Fehlzeitenstatistiken und Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen erklärte er anschaulich und sehr kurzweilig, wie wichtig eine Leadership-ID für das Unternehmen ist.

Die Wirtschaftsjunioren und der Wirtschaftsclub wissen, wie wichtig Resilienz von Unternehmen in diesen Tagen ist. Viele Unternehmen mussten sich neu erfinden, ihr Geschäftsmodell anpassen oder komplett überdenken. Die Pandemie hat einiges durcheinandergewürfelt. Umso schöner zu sehen, wie die Unternehmen unserer Region diese Herausforderung angenommen haben und Gutes entstanden ist. Genau dies bestätigte auch Frau Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg in Ihrem digitalen Grußwort.

Bewertet wurden die Einreichungen durch eine Jury, die sich aus Wirtschaftsexperten und regionalen Persönlichkeiten zusammensetzt. Die Jury setze sich zusammen aus Herrn Prof. Dr. Michael Kaschke, Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom, Markus Frei, Vorstandsvorsitzender der KSK Ostalb, Bettina Augustin, selbständige Unternehmensberaterin bei Stairconsult aus Heidenheim, Rainer Hald, Geschäftsführer der VARTA AG Ellwangen und Dr. Ulrike Neubauer, Vorstandvorsitzende der Dr. Zwissler Holding AG aus Gerstetten-Heldenfingen. Komplettiert wird das Gremium durch Michael Wolfsteiner und Christoph Bühler, die diesjährigen Vorsitzenden der beiden Netzwerke.

‚Wir freuen uns, dass wir diesen Preis in unserer Werkstätte entwickeln und bauen durften. Mit viel Motivation und Begeisterung haben unseren Menschen mit Behinderung einen einzigartigen Award geschaffen, die ‚eierlegende Wollmilchsau‘, die den Virus einfach wegfrisst und goldene, silberne und bronzene Eier legt.‘ erklärte Matthias Rueß, Leiter der Christopherus-Werkstatt der Stiftung Haus Lindenhof in Ellwangen, der für die Erstellung der Preise beauftragt wurde.

Gewinner des diesjährigen RAW.21 ist die Chr. Renz GmbH aus Heubach, die mit ihrer Sparte Renz Protective Equipment das Gremium absolut überzeugen konnte. Bereits mit Beginn der Pandemie hat Renz flexible und schnell Gesichtsschilde entwickelt und vermarktet. Der Anstoß für eine Reihe von Erfindungen und Angeboten, um bei der Eindämmung der Pandemie zu helfen.

Mit einem umfassenden Konzept in Zeiten der Pandemie, wenn Gäste in der Gastronomie nicht mehr empfangen werden können, bewarb sich Widmanns Ableben. Mit einem mittlerweile großen Sortiment an Feinkostartikel, online Kochkursen und immer neuen Ideen, wie man den Genuss nach Hause bekommen kann, konnte das Team aus Zang den zweiten Platz erobern. Auf dem dritten Platz bewertete die Jury die ARADEX AG, die kurzerhand einen digitalen Zwilling eines elektrifizierten Bulldozers entwickelten und so die Inbetriebnahme in Asien digital anleiten und durchführen konnte.

Wie geht es nun weiter? Vom Erfolg und der großen Bewerberzahl in diesem Jahr beflügelt, plant das RAW-Team auch im kommenden Jahr den Resilience Award 2022 zu vergeben. „Wir sind begeistert von der Resonanz auf unseren neu geschaffenen Award für Ostwürttemberg und freuen uns, wenn unser Team gleich zu Beginn des kommenden Jahres in die Planungen für 2021 geht.“ so Michael Wolfsteiner abschließend.

Weitere Details finden Sie auf www.resilience-award.com.

RAW-Award 2021: Die Gewinner.
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