Die Stahlwelt zu Gast in Ellwangen

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Als symbolische Geste pflanzten Vertreter von Kicherer und SSAB einen Eisenholzbaum. Von links SSAB: Thomas Hörnfeldt, Jens Fehling, Kicherer: Jürgen Kling, Lukas Schneider, Friederike Frick, Julian Keßler, Daniel Frick.

Über 50 Stahldistributoren aus verschiedenen Erdteilen kamen bei Kicherer zusammen.

Ellwangen. Anlässlich des alle zwei Jahre stattfindenden Treffens der „RAEX Certified Partner“ versammelten sich Stahl-Vertriebspartner aus der ganzen Welt in den Hallen von Kicherer, so das Ellwanger Unternehmen in einer Mitteilung. Die Kicherer-Gruppe ist seit 2016 Teil dieses Programms und stellte als Beispielbetrieb ihr Unternehmen im Gewerbegebiet Neunstadt vor. Partnerbetriebe aus Europa, Südamerika und Asien kamen nach Ellwangen. Der Fokus der diesjährigen Veranstaltung stand ganz im Zeichen der nachhaltigen Erzeugung von Stahl.  

Gastreferent war Thomas Hörnfeldt vom Stahlhersteller SSAB, der Stahlwerke in Schweden, Finnland und den USA betreibt. SSAB möchte im Jahr 2026 die erste kommerzielle Anlage zur Herstellung von Roheisen mittels Wasserstoffreduktion betreiben. Zudem sollen auch die Prozesse der Rohstoffbeschaffung und Weiterverarbeitung der erzeugten Stähle ohne Emissionen erfolgen. Damit soll es SSAB gelingen, Stahl zu erzeugen, ohne dabei Kohlendioxid auszustoßen. Für dieses Programm namens „fossil free“ investiert der Konzern in ein komplett neues Stahlwerk im Norden von Schweden.

Auch Kicherer hat sich ein klares Ziel gesetzt: Auch das Stahlgroßhandelsunternehmen möchte frühzeitig bei der Distribution dieses emissionsfrei erzeugten Stahls dabei sein und dafür die Partnerschaft mit SSAB festigen. „Gerade als mittelständischer Händler sehen wir unsere Verantwortung, dieses Thema in die Öffentlichkeit zu tragen“, sagt Lukas Schneider, Einkäufer für Bleche bei Kicherer. Es sei wichtig zu vermitteln, dass auch die Schwerindustrie das Thema Nachhaltigkeit in Angriff nimmt und kein Greenwashing betreibt.

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