Die Weltmarktführer der Region

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Zeiss und ASML entwickeln schon seit geraumer Zeit Spiegel der nächsten EUV-Generation High-NA. Auch dank Innovationen wie dieser gehört Zeiss zu den Weltmarktführern in der Region.
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Die Wirtschaftswoche hat 501 Weltmarktführer gekürt. Welche Firmen aus Kreis und Region zu den weltweit Erfolgreichsten ihres Fachs gehören.

Aalen

Gemeinsam mit der Schweizer Uni in St. Gallen untersucht das Wirtschaftsmagazin Wirtschaftswoche jährlich hunderte Firmen im deutschsprachigen Raum – und kürt nach ausgiebiger Analyse 500 heimliche Weltmarktführer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Aus Ostwürttemberg haben es 2022 acht Unternehmen direkt in das Ranking geschafft, weitere sieben Unternehmen unterhalten auf der Ostalb wichtige Produktionsstandorte.

Aus Deutschland kommen 2022 demnach 446 Weltmarktführer, davon 35 Prozent oder 156 aus Baden-Württemberg. Aus Ostwürttemberg haben es acht Firmen in die Hitliste geschafft, drei aus dem Landkreis Heidenheim und fünf aus dem Ostalbkreis. Als Voraussetzung für die Aufnahme in das Ranking muss das Unternehmen laut Wiwo die weltweite Nummer Eins oder Zwei in mindestens einem relevanten Marktsegment und einen Umsatz von mindestens 50 Millionen Euro erzielen.

Carl Zeiss AG. Wenig überraschend gehört der Optik- und Technologiekonzern zu den Weltmarktführern. Laut Wiwo ist das Unternehmen weltweit führend in den Sparten Optik und Optoelektronik. Als größter Arbeitgeber der Region mit weltweit über 37 000 Mitarbeitenden, rund 11 000 davon an den Standorten auf der Ostalb, hat der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr 2021/22 einen Rekordumsatz von 8,8 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis von 1,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Der Exportanteil lag bei mehr als 90 Prozent.

Leitz. Niemand ist besser darin, Werkzeuge für die maschinelle Bearbeitung von Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoffwerkstoffen und Nichteisenmetallen herzustellen. Den Umsatz beziffert die Wirtschaftswoche auf 233 Millionen Euro und die Zahl der Mitarbeiter auf 2800. Der Exportanteil der Oberkochener Firma beträgt 74 Prozent.

Mapal. Das Aalener Traditionsunternehmen ist ebenfalls in der Liste vertreten. Mapal ist im Bereich Präzisionswerkzeuge für die Zerspanung nahezu aller Werkstoffe führend. Das Jahr 2021 hatte Aalener Firma mit einem Wachstum von 14 Prozent und einem Umsatz von 524 Millionen Euro abgeschlossen. Weltweit sind 5000 Menschen bei Mapal beschäftigt, in Aalen sind es 1700.

Maschinenfabrik Alfing Kessler. Knapp 1100 Mitarbeitende stellen Großkurbelwellen und Induktionshärteanlagen her. Mit einer Exportquote von 56 Prozent und einem Umsatz von 207 Millionen Euro sind die Aalener ebenfalls Mitglied der renommierten Auflistung.

RUD Ketten Rieger & Dietz. Die Aalener Traditionsfirma ist weltweit führend in der Sparte Ketten und Kettensysteme. Insgesamt erwirtschafteten laut Wirtschaftswoche rund 1100 Mitarbeitende einen Umsatz von 191 Millionen Euro. Der Exportanteil wurde mit 67 Prozent beziffert.

Die Heidenheimer Firmen. Die Paul Hartmann AG ist mit ihren Systemangeboten für Wundbehandlung, Inkontinenzhygiene und Infektionsprophylaxe im Ranking vertreten, Röhm für seine Spannwerkzeuge und Voith als Komplettanbieter für Wasserkraftwerkausrüstung sowie Papierherstellung. Mit knapp 20 000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 4,3 Milliarden Euro gehört Voith wie Zeiss zu den größeren Weltmarktführern. Der Exportanteil lag bei 86 Prozent.

Weltmarktführer mit Produktionsstätten in der Region

Hinzu haben es Unternehmen ins Ranking geschafft, die bedeutende Standorte in der Region haben, nämlich Bosch mit seinen Werken in Schwäbisch Gmünd (laut Wiwo weltweit führend u.a. in der Lenkungstechnik) sowie ZF mit einem Standort in Alfdorf (Altkreis Gmünd). Ebenfalls Weltmarktführer (im Bereich Naturkosmetik) ist die Weleda AG, die ihren Sitz zwar in Schweizerischen Arlesheim hat, ihren größten Standort mit rund 1000 Mitarbeitenden jedoch in Gmünd betreibt. In Waldstetten ist die Firma Ringler zu Hause, die wiederum zum Weltmarktführer Kärcher aus Winnenden gehört.

Eine Dependance in Lorch unterhält sowohl der Schweizer Messtechniker Kistler, der mit dem Bereich dynamische Messtechnik in der Autoindustrie in der Liste auftaucht, als auch der Mahle-Konzern. Der Emag-Konzern aus Salach ist Nummer Eins im Bereich Fertigungssysteme für die Serienfertigung präziser Metallteile und mit einem Werk in Heubach ansässig. Die Hagener Spezialisten für Stahlbänder, C.D. Wälzholz, unterhalten in Oberkochen eine Produktionsstätte.

Bei der IHK ist man ob des hervorragenden Abschneidens der Firmen zufrieden: „Für unsere Wirtschaftsregion ist es wichtig, dass Leuchttürme vorhanden sind. Sie strahlen über die Grenzen hinweg und machen Ostwürttemberg überregional bekannt“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.    

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