Die WiRO feiert 25 Jahre

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Das Team der regionalen Wirtschaftsförderung WiRO (von links): Geschäftsführerin Nadine Kaiser, Simone Jansen und Iris Heilig.
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Ein Blick zurück auf die Anfänge, viel Lob und gute Wünsche für die Zukunft - doch der Geburtstag der Gesellschaft macht auch deutlich: „Wir brauchen eine starke WiRO für eine starke Region.“

Schwäbisch Gmünd

Das große Fest fiel in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer. Geschäftsführerin Nadine Kaiser nimmt es gelassen: „Wann feiert man denn schon mal seinen Geburtstag mit 80 virtuellen Gästen?“ So bat die regionale Wirtschaftsförderung WiRO zu einer Videokonferenz, um das 25-jährige Bestehen zu begehen. Am Donnerstagabend kamen Wegbegleiter und Kooperationspartner zu Wort. Tenor: „Die WiRO ist wichtiger denn je.“

Ostalb-Landrat Dr. Joachim Bläse erklärt: „Es war richtig und wichtig, dass die WiRO vor 25 Jahren gegründet wurde“, so der Aufsichtsratschef der Gesellschaft. „Wir stehen vor großen Herausforderungen wie Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und der demografischen Entwicklung.“ Die Region müsse diese gemeinsam angehen. „Regionale Wirtschaftsförderung ist wichtiger denn je.“ Die WiRO sei ein wichtiger Mosaikstein.

Der Ostalbkreis ist wie der Landkreis Heidenheim Gesellschafter des Unternehmens. Peter Polta, Landrat des Landkreises Heidenheim nennt die WiRO einen „Motor in der und für die Region“. Sie sei zudem Botschafter für Ostwürttemberg. Auch Polta mahnt, die Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Die WiRO sei dafür ein wichtiger Netzwerkpartner und rühre die Werbetrommel für die Region. „Die WiRO zeigt, was Ostwürttemberg kann.“

Ein wichtiger Schritt hierbei soll die Zukunftsoffensive Ostwürttemberg sein, die nunmehr dritte Zukunftsinitiative. An deren erste Auflage, aus der schlussendlich 1996 die WiRO entstand, erinnert Klaus Pavel, ehemaliger Ostalb-Landrat und mehr als zwei Jahrzehnte Aufsichtsratschef. „Ostwürttemberg stand damals miserabel da, es gab große Zukunftsängste“, erzählt Pavel. Die Arbeitslosenquote lag bei rund zehn Prozent. Aus der Analyse der Situation bildete sich zunächst die Zukunftsinitiative I und später dann die WiRO. „Uns allen war klar, dass sich die graue Maus Ostwürttemberg nicht mehr hinter den Bergen verstecken darf.“ Die Region präsentierte sich in Stuttgart, Berlin und Brüssel und prägte den Claim „Raum der Talente und Patente.“ Pavel: „Auf den war damals sogar Ministerpräsident Erwin Teufel neidisch.“

Finanziert wird die WiRO nicht nur aus den Töpfen der Kreise, sondern auch von Firmen in der Region, etwa von der Kreissparkasse Ostalb, der Kreissparkasse Heidenheim, den Volks- und Raiffeisenbanken in der Region sowie der ODR. „Wir sind nicht nur der Hauptfinanzier, sondern auch ein strategischer Partner der WiRO“, erklärt KSK-Ostalb-Vorstandschef Markus Frei. Er hebt die Funktion der Gesellschaft im Bereich des Innovationsmanagements und die Rolle beim Innovationspreis der Region hervor. Dieter Steck, Vorstandschef der KSK Heidenheim, weist auf weitere Herausforderungen für die Wirtschaft hin, von der Pandemie über die Lieferkettenprobleme hin zum Megatrend der Nachhaltigkeit, die von der WiRO aufgegriffen und begleitet werden. Karl Magenau, Chef der Raiba Rosenstein und einer der langjährigen Aufsichtsräte, freut sich „über den frischen Wind, mit dem die WiRO die Region weiter nach vorne bringt“.

Thomas Eble, Direktor des Regionalverbands Ostwürttemberg, nennt die WiRO einen wichtigen Partner, mit dem man viele Projekte entwickelt habe. „Es ist wichtig, dass sich die Region bemerkbar macht.“ In einer Videobotschaft wendet sich Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK, an die Gäste. Er sagt: „Für eine erfolgreiche Zukunftsoffensive brauchen wir eine starke WiRO.“

Für Dr. Stefan Rössler von der Handwerkskammer Ulm wiederum ist die Gesellschaft ein „Erfolgsmodell, ein wichtiger und verlässlicher Partner, der mit dem Welcome Center auch das so wichtige Thema Fachkräfte adressiert“. Das sei wichtig, denn: „Ohne Fachkräfte aus dem Ausland wird es nicht gehen.“

Prof. Dr. Gerhard Schneider, Rektor der Hochschule Aalen, betont zum Abschluss: „Regionale Wirtschaftsförderung ist wichtiger denn je. Wir brauchen eine starke WiRO für eine starke Region Ostwürttemberg.“

Ob bei Messen wie der ExpoREAL (l. o.), der Eröffnung des Welcome Centers in Aalen (r. o.) oder im Büro am Gmünder Bahnhof: Die WiRO rührt die Werbetrommel für die Region.
Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium Michael Kleiner (Zweiter von rechts) zu Besuch am Stand der Region Ostwürttemberg.
WiRO-Geschäftsführerin Nadine Kaiser.

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