Dramatische Lage im Gastgewerbe

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Gewerkschaft NGG fordert Mindest-Kurzarbeitergeld in Höhe von 1200 Euro monatlich.

Aalen. Angesichts weiterhin geschlossener Restaurants, Cafés und Hotels im Ostalbkreis macht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) auf die Notlage der Beschäftigten aufmerksam und fordert die Einführung eines Mindest-Kurzarbeitergeldes von 1200 Euro im Monat. Die NGG geht davon aus, dass die Kurzarbeit aktuell erneut die Ausmaße des Lockdowns vom Frühjahr vergangenen Jahres angenommen hat. Damals meldeten 326 gastgewerbliche Betriebe im Ostalbkreis Kurzarbeit an– das sind 68 Prozent aller Betriebe der Branche im Landkreis.

Nach Angaben des Ifo-Instituts waren im Januar 2021 bundesweit 56 Prozent aller Beschäftigten des Gastgewerbes in Kurzarbeit. Zum Vergleich: In der Gesamtwirtschaft lag die Quote bei 7,8 Prozent.

"Im Unterschied zu anderen Branchen dauert der derzeitige Lockdown für die Gastronomie und Hotellerie schon seit Anfang November. Die Beschäftigten wissen nicht mehr, wie sie noch ihre Miete bezahlen sollen. Ihre letzten Reserven sind längst aufgebraucht", sagt Karin Brugger, Geschäftsführerin der NGG-Region Ulm-Aalen-Göppingen.

Gerade in kleineren Pensionen und Gaststätten in der Region verdienten viele Beschäftigte kaum mehr als den gesetzlichen Mindestlohn. Eine Kellnerin, die in Vollzeit zum Mindestlohn arbeitet, komme im ersten Bezugsmonat auf nur 728 Euro Kurzarbeitergeld (ledig, ohne Kinder, Kirchensteuer), so die NGG. Selbst nach der Erhöhung auf 80 Prozent des Einkommens, wie sie nach sieben Monaten Kurzarbeit greift, blieben nur 971 Euro im Monat.

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