Elektro Jerg baut in der Bahnhofstraße

+
So soll das Gebäude einmal aussehen. Visualisierung: Bauwerk-4
  • schließen

Das neue Gebäude neben dem denkmalgeschützten Unternehmens-Stammhaus in Aalen soll bis Herbst 2023 bezugsfertig sein. 80 Beschäftigte sind für den Planungs- und Installationsbetrieb tätig.

Aalen

Elektro Jerg, 1904 gegründeter und inhabergeführter Spezialist für Elektro- und Kommunikationstechnik in öffentlichen und kommunalen Bauten, errichtet ein neues Gebäude an seinem Firmensitz in der Aalener Bahnhofstraße. Der vierstöckige, kubische Bau ersetzt die Werkstattgebäude und den Stadel, in dem bisher ein Lager untergebracht war: Diese sind in den vergangenen zwei Wochen abgerissen worden. Nun haben Firmeninhaber Ulrich Betzler und die anderen Bauverantwortlichen den ersten Spatenstich getätigt.

Das denkmalgeschützte Jerg-Gebäude bleibt erhalten und bekommt mit dem neuen Bau, in den mehrere Millionen investiert werden, einen neuen Nachbarn. Das Unternehmen mit 80 Mitarbeitern, das sich zu den größten Elektro-Handwerksbetrieben im Ostalbkreis zählt, bringt dort Lager-, Werkstatt- und Büroräume unter. Die Bruttogeschossfläche beträgt rund 2000 Quadratmeter, wie Architekt Andreas Grundler von „Bauwerk-4“ erläuterte. Drei Stockwerke nutzt Jerg selbst, ganz oben wird die „Praxisklinik Kochel“ einziehen.

Für Ulrich Betzler war es keine Frage, dass der Standort des Unternehmens auch weiterhin in der Aalener Innenstadt ist: „Wir sind ein traditionelles Aalener Unternehmen, deshalb haben wir uns entschlossen hier zu bauen und nicht auf der grünen Wiese“, sagt er. Man leiste einen Beitrag zur derzeitigen Neugestaltung und Aufwertung der Bahnhofstraße. Hilfreich sei außerdem die Nähe zum Bahnhof. „Unsere Auszubildenden kommen ja teilweise bis aus Heidenheim und reisen oft mit der Bahn an“, sagt der Firmenchef. 14 Auszubildende lernen derzeit bei Elektro Jerg ihr Handwerk.

Zum ganz überwiegenden Teil sind die Mitarbeiter von Elektro Jerg direkt auf den Baustellen tätig, wie Gerhard Winter, mit Ulrich und Frank Betzler einer der drei Geschäftsführer, ergänzt: Auch das Baumaterial werde direkt auf die Baustellen – beispielsweise Schulen oder Firmengebäude – geliefert. In den Werkstätten in der Bahnhofstraße baut Elektro Jerg selbst Schaltschränke.

Architekt Grundler nennt den Neubau eine „Lückenschließung im Gebiss der Stadt“. Für eine Tiefgründung werden nun zunächst acht bis neun Meter tiefe Pfähle eingebracht. Der Rohbau soll laut Geschäftsführer Gerhard Winter möglichst bis Mai kommenden Jahres fertig sein. Natürlich zeichnet Jerg selbst für die Elektroplanung und -installation verantwortlich. Die Fertigstellung soll dann im Herbst 2023 sein. Das multifunktional geplante und einsetzbare Gebäude soll wieder 100 Jahre halten – so wünschte es sich Geschäftsführer Gerhard Winter beim Spatenstich.

Elektro Jerg

Zu den Leistungen von Elektro Jerg gehören Beleuchtungstechnik, Starkstromanlagen, Stromversorgungsanlagen, KNX-Gebäudesystemtechnik, sicherheitstechnische Anlagen, Automatisierungslösungen für Kläranlagen und Pumpstationen, Fernwirk- und Prozessleitsysteme, Softwarelösungen, energieeffiziente LED-Beleuchtung für kommunale Gebäude, Verwaltungsgebäude und Straßenbeleuchtung sowie Kabel- und Freileitungsbau. Kunden sind Gewerbeunternehmen und Kommunen. In jüngster Zeit war das Aalener Unternehmen unter anderem beim Batteriehersteller Varta und beim Optikkonzern Zeiss tätig. Auch Schulen wie die Kocherburgschule in Unterkochen oder die Weitbrechtschule in Wasseralfingen tragen die Handschrift des Unternehmens. Eines der großen Projekte in jüngster Zeit war der 2020 eröffnete Aalener Kulturbahnhof.

Elektro Jerg

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft Regional

Kommentare