Entlassungen bei Lindenfarb

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Lindenfarb in Unterkochen.
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Im dritten Insolvenzverfahren laufen nun Verhandlungen um einen weiteren Stellenabbau.

Aalen-Unterkochen. Beim Textilveredler Lindenfarb in Unterkochen laufen derzeit Verhandlungen zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat über "einen signifikanten Abbau von Beschäftigungsverhältnissen". Das teilt ein Sprecher des Sanierungsgeschäftsführers Detlef Specovius mit.

240 Mitarbeiter sind derzeit noch bei Lindenfarb beschäftigt. Das wurde zuletzt im Juli kommuniziert. Wie viele Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen, wollte Specovius nicht kommentieren. Die Aussage, die zwischenzeitlich in Unterkochen die Runde machte – nämlich dass 70 Prozent der Lindenfarb-Beschäftigten ihren Job verlieren könnten – sei "nicht korrekt", so der Sprecher. Es gelte hier, "zu einer guten und gemeinsamen Lösung zu kommen". Anfang 2017 arbeiteten noch 400 Menschen im Unternehmen. Seit Anfang September befindet sich Lindenfarb im ordentlichen Insolvenzverfahren. Im Juni hatte das Unternehmen den bereits dritten Insolvenzantrag innerhalb von dreieinhalb Jahren gestellt. Zwischenzeitlich hatte es Hoffnung für das Traditionsunternehmen gegeben, als der Textilhersteller Mattes & Ammann aus Meßstetten Lindenfarb Anfang 2020 übernommen hatte. Doch auch mit dem neuen Besitzer hatten die Unterkochener kein Glück: Unter anderem die Coronakrise sorgte für den Insolvenzantrag.

Auf die Fragen, ob mit einem potenziellen Investor für Lindenfarb verhandelt werde oder ob es einen Zeithorizont für die Verhandlungen um einen Stellenabbau gibt, antwortete Specovius nicht. Auch zur aktuellen Geschäftslage gab er keine Auskunft.

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