Eurotech: Verhandlungen vertagt

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Geschäftsleitung will Mehrarbeit und Kurzarbeit, Beschäftigte fordern ein Zukunftskonzept.

Schwäbisch Gmünd. Die Verhandlungen um eine Zukunftssicherung der Gmünder Aluminiumgießerei Eurotech werden kommenden Montag um 12.30 Uhr fortgesetzt. Eine Verhandlungsrunde zwischen Geschäftsleitung, Betriebsrat und IG Metall am Donnerstag war nach 10 Minuten abgebrochen worden: Die Geschäftsleitung hatte als Bedingung vom Betriebsrat die Zustimmung zu unbefristeter Mehrarbeit und Leiharbeit bis zum Jahresende gefordert. Der Betriebsrat möchte über diese Forderungen zunächst am Montagvormittag abstimmen.

"Wir fordern ein tragfähiges Konzept für die nächsten Jahre und als Voraussetzung für Verhandlungen den bindenden Verzicht auf Entlassungen bis März 2021", sagt Peter Yay-Müller, 2. Bevollmächtigter der IG Metall.

Wie berichtet, will das Unternehmen seine Immobilie verkaufen und zurückmieten, um über Eigenkapital für Investitionen zu verfügen, am Standort Gmünd und den 150 Beschäftigten aber festhalten. Auch einem neuen Haustarifvertrag gegenüber zeigt sich Geschäftsführer Frank Schröder gegenüber aufgeschlossen. Der bisherige wurde zu Ende März gekündigt.

Bereits seit 2018 ist Eurotech im Eigentum der niederländischen MGG-Gruppe. Demnächst soll das Unternehmen offiziell in MGG Schwäbisch Gmünd umfirmieren.

Update, 02.11.2020: Wie Peter-Yay-Müller von der IG Metall auf Anfrage mitteilt, wurden die Verhandlungen auf kommende Woche, Montag, 9.11., verschoben. Die Geschäftsführung hat sich diese Zeit erbeten, so Yay-Müller. Zugleich habe der Betriebsrat angekündigt, bis zu einer Einigung keine weitere Mehrarbeit leisten zu wollen, so Yay-Müller. Allerdings habe man der Option zugestimmt, dass die Firma etwaige Engpässe mit Leiharbeit ausgleichen kann. Beides hatte die Geschäftsführung bei der Verhandlungsrunde am vergangenen Donnerstag gefordert. 

ham/rs

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