Expansion auf die Ostalb

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Geschäftsführerdoppel mit Banner: Tilmann Kuntz (links) und Jürgen Frank.
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Die Kfz-Weber-Gruppe übernimmt den Service-Betrieb der Gmünder Spedition Herkommer und schafft neue Arbeitsplätze.

Schwäbisch Gmünd. Zum 1. Juli übernimmt die Kfz-Weber-Gruppe einen Teil des Geschäfts der Herkommer-Gruppe aus Schwäbisch Gmünd. Herkommer betreibt aktuell nicht nur eine Fachspedition am Stammsitz in Gmünd, sondern auch einen Werkstattbetrieb für gewerbliche Kunden mit Nutzfahrzeugen. Herkommer will sich auf den Ausbau des Speditionsgeschäfts konzentrieren und gibt die Service-Sparte samt dazugehörigem Standort an der Lorcher Straße an die Kfz-Weber-Gruppe ab. Dafür haben die neuen Besitzer ein neues Unternehmen gegründet: die NFZ Nutzfahrzeugcenter Schwäbisch Gmünd GmbH. Das neue Unternehmen hat bereits investiert und neue Arbeitsplätze geschaffen, wie Geschäftsführer Tilmann Kuntz erklärt.

„Bei der Übernahme waren im Betrieb zwei Mitarbeiter beschäftigt, inzwischen haben wir weitere acht neue Stellen geschaffen und bereits besetzt“, so Kuntz, der das Unternehmen gemeinsam mit Jürgen Frank führen wird. Am 1. Juli geht es nun los. Der Standort in Gmünd ist spezialisiert auf die Wartung und Reparatur von Nutzfahrzeugen. Dazu gehören Lkw, Anhänger, Auflieger, Omnibusse, Transporter, Aufbauten sowie Wohnmobile und Sonderfahrzeuge aller Marken, wie Kuntz erklärt. Zudem werden Nutzfahrzeuge vermietet. Der Fuhrpark besteht aus unterschiedlichen Lkw-Typen, Transportern, Minibussen, Pkw und sogar aus einem Schankwagen. Das neue Unternehmen betreibt in Gmünd nun einen Standort mit einer Fläche von rund 5500 Quadratmetern.

„Wir richten uns nicht nur an gewerbliche Kunden, sondern auch an Privatkunden, die bei uns etwa ihre Wohnmobile warten lassen, reinigen oder zum TÜV vorbeibringen können“, erklärt Kuntz. Als Einzugsgebiet nennt Kuntz das obere Remstal, von Schorndorf bis nach Aalen. „Es gibt in der Region viele attraktive, erfolgreiche Logistikbetriebe“, sagt der Geschäftsführer.
Zur Kfz-Weber-Gruppe gehören nicht nur der Standort in Schwäbisch Gmünd, sondern auch ein ähnliches Nutzfahrzeugcenter in Backnang, die Firma Frank Mietfahrzeuge sowie das Autohaus Weber in Fornsbach bei Murrhardt. Insgesamt arbeiten 60 Menschen für das Unternehmen, das von Geschäftsführer Jürgen Frank seit 2009 geleitet wird.

Die Expansion der Gruppe auf die Ostalb hat mehrere Gründe. Zum einen hat sich laut Frank mit der strategischen Neuausrichtung der Spedition Herkommer die günstige Gelegenheit ergeben, an einem Standort mit viel Potenzial zu expandieren. „Zum anderen benötigt man als Firma in diesem Markt eine gewisse Größe, um den Wandel in der Industrie bewältigen zu können.“

Der Abschied vom Verbrennungsmotor verlangt auch von den Service-Betrieben enorme Investitionen. „Das betrifft die gesamte Ausrüstung, vom einzelnen Werkzeug bis zu den Anlagen, viele Mitarbeiter benötigen überdies eine spezielle Ausbildung“, so Frank. Mit inzwischen vier Standorten habe man eine Größe erreicht, in der man bereits Synergieeffekte zwischen den Niederlassungen heben könne.

Mit Tilmann Kuntz hat Jürgen Frank zudem den passenden Partner für den Standort gefunden. Kuntz ist bereits seit 20 Jahren in der Nutzfahrzeugbranche tätig, hat nach Ausbildung und Meister noch ein Betriebswirtschaftsstudium absolviert und viele Jahre für MAN und diverse Niederlassungen gearbeitet.

Die Spedition Herkommer indes wird sich auf ihr angestammtes Geschäftsgebiet konzentrieren. Als spezialisierte Silofachspedition bewegt sie mehr als 1500 Tonnen Staub und Rieselgüter täglich. Das Unternehmen gibt es seit mehr als 80 Jahren.

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